Kurz und schmerzhaft

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Kleinleins Klartext: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Es ist wieder soweit. Regelmäßig zu Ende November oder Anfang Dezember werden die Überschussdeklarationen von den Lebensversicherern bekanntgegeben. Und dieser Zinssatz sinkt für 2013 wohl auf ein historisches Tief.

Axel Kleinlein gilt aktuell als einer der schärfsten Kritiker der Versicherer. Er ist Vorsitzender des Vorstandes beim Bund der Versicherten.
Axel Kleinlein gilt aktuell als einer der schärfsten Kritiker der Versicherer. Er ist Vorsitzender des Vorstandes beim Bund der Versicherten.

Die Überschussdeklaration ist der Zinssatz, mit dem die Vertragsguthaben und Sparanteile der Verträge im folgenden Jahr verzinst werden sollen. Und er sinkt. Betroffen sind alle überschussberechtigten Verträge, das heißt klassische Verträge der Art Kapitallebensversicherung, private Rente, Riester-Rente, Rürup-Rente, Ausbildungsversicherung, Aussteuerversicherung, weite Bereiche der betrieblichen Altersvorsorge…

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Achtung: Auch so genannte hybride fondsgebundene Verträge sind von der Überschussbeteiligung betroffen und schließlich spielen die Überschüsse auch bei der Risikolebensversicherung, Berufsunfähigkeitsabsicherung und Erwerbsunfähigkeitsabsicherung eine zusätzliche Rolle.

Die sogenannte „laufende Gesamtverzinsung“ steht dabei immer im Fokus. Es ist eben gerade der Wert, mit dem im nächsten Jahr tatsächlich verzinst wird – gewissermaßen als Ersatz für den Garantiezins. Frustrierend, dass es dieses Jahr für noch mehr Kunden eben keine Überschussbeteiligung gibt, sondern nur den Garantiezins. Fast alle Verträge mit einem Garantiezins von vier Prozent sehen nur den Garantiezins vor. Und auch diejenigen mit sehr alten Verträgen und einem Zins von 3,5 Prozent müssen Glück haben, damit es etwas mehr gibt.

Das liegt zum einen daran, dass die Unternehmen weniger Gewinne erwirtschaften. Und das liegt wohl hauptsächlich am schlechten Kapitalmarktumfeld und weniger an einem Unvermögen der Unternehmen, mit Geld umzugehen.

  • 28.12.2012, 15:53 UhrElayoubi

    In Sachen Vorsorge haben Sie sicherlich recht. Hier sollten Sie aber bedenken, dass die Sparer Vorsage für sich, Ihre Rente, seit zig Jahren treffen, um dann auf die geplanten "sicheren" Gelder mit fadenscheinigen Argumenten verzichten müssen.
    Da mag es wenig trösten, dass sich 3,6% Überschussbeteiligung heute nach einer guten Verzinsung anhören. Wer eine Lebensversicherung abschließt denkt nicht an heute sondern an morgen, in 10, 20 oder 30 Jahren und soll sich nach den Werbebotschaften Träume verwirklichen. Aber das haben die Sparer wohl falsch verstanden. Sie sparen nicht für sich, sondern für die Versicherungen. Sie träumen die Träume der Versicherungen. Und es bleiben Träume: Man wacht auf und kann doch nicht fliegen!

  • 13.12.2012, 11:10 Uhrhermann.12

    Es wäre sicher eine gebotene Geste, sich durch Verzicht auf der Chefetage solidarisch zu erklären.
    Angesichts des Milliarden an Geldern der Versicherten ist das allerdings bestenfalls der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
    Auch der gehört dazu, aber sollte nicht dazu verführen darin eine Lösung zu sehen, dafür ist das viel, viel zu wenig.

    H.

  • 13.12.2012, 09:57 UhrDonSarkasmo

    Sie haben ja sowas von Recht !!!!!!
    Möchten doch das endlich die Schlafmützen in diesem wundervollen Land auch erkennen.

Kolumnen Autoren

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Handelsblatt-Redakteur mit den Schwerpunkten Medien und Telekommunikation. In seinem neuen Buch „Die Nimmersatten. Die Wahrheit über ARD und ZDF“ rechnet er mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab.

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Michael Steinbrecher ist Journalist, Fernsehmoderator und seit 2009 Professor für Fernseh- und crossmedialen Journalismus am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Von 1992 bis Mitte 2013 hat er das ZDF-Sportstudio moderiert und war für das ZDF als Moderator bei zahlreichen Sport-Großereignissen wie Fußballwelt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen vor Ort.

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