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Professor Chiffre: Unser rentenpolitisches Ungeheuer ist wieder aufgetaucht

Kaum geisterte die unausgegorene Idee einer Sondersteuer für Kinderlose zum Aufbau einer Kapitalreserve zur Unterfütterung der Sozialversicherung durch die Presse, taucht es wieder auf: unser rentenpolitisches Ungeheuer.

Bert Rürup – Prof. Chiffre. Bert Rürup hat fast 30 Jahre lang die Bundesregierung beraten
Bert Rürup – Prof. Chiffre. Bert Rürup hat fast 30 Jahre lang die Bundesregierung beraten

Genau wie die Riesenschlange aus dem schottische See Loch Ness in unregelmäßigen Abständen gesichtet wird, taucht bei uns alle Jahre die Forderung nach einer Kinderrente auf, sprich einer gesetzlichen Rente, die Kinderreiche begünstigt und Kinderlose belastet – so vergangene Woche  wieder einmal empfohlen vom Münchner Ökonom Hans-Werner Sinn.

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 Der gesetzlichen Rentenversicherung wird angelastet, sie sei eine wichtige Ursache der niedrigen Geburtenrate, da Kinderlose im Alter von den Beitragszahlungen der nachwachsenden Generation profitieren, ohne selbst durch Erziehungsleistungen zum Erhalt des Beitragszahlerbestandes beigetragen zu haben. Letztlich sei die gesetzliche Rentenversicher eine Versicherung gegen Kinderlosigkeit. Und im Übrigen sei es nur angemessen, auf diese Weise die bestehende Umverteilung von Kinderreichen zu Kinderlosen zu vermindern. Diese Argumente sind allenfalls vordergründig plausibel.

Der Vorwurf unsere umlagefinanzierte Rentenversicherung sei eine Versicherung gegen Kinderlosigkeit ist - vorsichtig formuliert – grotesk. Denn die Funktion jedes Alterssicherungssystems – völlig unabhängig von seiner Finanzierung – besteht darin, die eigene Altersvorsorge von den Familienangehörigen und damit von der Reproduktion abzukoppeln. Jedes Alterssicherungssystem ist notwendigerweise eine Versicherung gegen Kinderlosigkeit, gleichgültig ob es obligatorisch oder freiwillig ist oder ob es umlagefinanziert oder kapitalgedeckt ist oder aus Steuern finanziert wird.

Eine Versicherung gegen Kinderlosigkeit zu sein, ist  kein Defekt der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern eine sozialstaatliche Errungenschaft jedes obligatorischen Alterssicherungssystems, weil dadurch die materielle Absicherung im Alter von biologischen Zufälligkeiten unabhängig wird.

  • 23.02.2012, 17:59 UhrAnonymer Benutzer: Schweizer

    Ausserdem handelt es sich wohl v.a. um gewollte Kinderlosigkeit.

  • 23.02.2012, 17:56 UhrAnonymer Benutzer: Schweizer

    Leider sind die Bilanzen individueller Einzahler aber eben nicht neutral!

    Beispiel: Personen, die in den 70ern in Rente gegangen sind, in einer bis dahin sehr günstigen demographischen Lage, bekommen in der Regel mehr Rente, als sie selbst real eingezahlt haben.

    Personen, die in Zukunft in Rente gehen, werden jedoch real erheblich weniger Rente bekommen als sie selbst in Form von Steuern (ca 1/3) und Beiträgen (ca 2/3) eingezahlt haben.

    Die heutigen Kinder sind die Betrogenen, und um diesen Betrug etwas zu verringern, sind Rentenkürzungen für Kinderlose durchaus gerechtfertigt.

  • 22.02.2012, 19:56 UhrAnonymer Benutzer: Habnix

    Herr Rürup,willst du uns noch mehr Geld klauen und um unser Geld betrügen?Unsere Arbeitskraft beraubt durch diese mörderische Zinssystem.Rürup sag die Wahrheit wo meine Rente ist oder ich und meine Nachfahren steigen für immer und ewig aus diesem Bezugssystem mittels Selbstversorgung aus!

    http://www.ginsterburg.de/t72f4-Die-wahre-Revolution-ist-die-Selbstversorgung.html

    http://iknews.de/

    Wirtschaft ist Krieg im Frieden,erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu Gewinnen gibt,folgt der Satz “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

    Und Leute hier gibt es nicht`s mehr zu Gewinnen also verwendet das Zauberwort "Selbstversorgung" seht mal im Internet nach was dieses Zauberwort alles kann.

    M.f.G

    Habnix


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