Walter direkt
Beim Geld hört der Spaß auf

Die Grünen stürzen in den Umfragen ab. Kein Wunder: Die Partei will nicht nur die obere Mittelschicht stärker belasten, sondern auch noch die Mini-Renditen der Sparer höher besteuern.
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Die neuesten Umfragen zur Bundestagswahl haben bei den Grünen für helle Aufregung gesorgt. Auf nur noch 10 Prozent taxieren die Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap die selbstbewusste Öko-Partei. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima hatte sie in Umfragen noch Spitzenwerte von 23 Prozent erreicht. Nicht wenige Kommentatoren warfen damals die Frage auf, ob Jürgen Trittin zum Kanzlerkandidaten ausgerufen werde.

Schließlich waren die Aussichten nicht schlecht, dass die Grünen auf Augenhöhe mit der SPD aus den nächsten Bundestagswahlen hervorgehen. In Baden-Württemberg war es ihnen aufgrund des Streits um Stuttgart 21 (und einer niedrigen Wahlbeteiligung) sogar gelungen, das Amt des Ministerpräsidenten zu ergattern. Und jetzt der drohende Absturz auf ein gerade noch zweistelliges Ergebnis. 

Wie ist das zu erklären? Ich glaube nicht, dass der Grund dafür in Absurditäten wie der Forderung nach einem fleischfreien Tag in Kantinen („Veggie“-Day) liegt. Auf der Suche nach den Ursachen kommt man vielmehr schnell bei der altbekannten Weisheit von James Carville an, der 1992 Bill Clintons Wahlkampfstratege war: "It's the economy, stupid!“, was übersetzt soviel heißt wie: „Auf die Wirtschaft kommt’s an, Dummkopf!"

Im Fall der Grünen lässt sich das präzisieren: „Aufs Geld der Bürger kommt’s an, Dummkopf“. Denn mit ihren Steuerplänen verschrecken die Grünen ausgerechnet jene Wählerklientel, die sie sich in den vergangenen Jahren jenseits des linken Establishments und der Beamtenschaft mühsam erarbeitet haben: die gut verdienende Mittelschicht, die einst zum festen Wählerklientel von Union und FDP gehört hatte.

Bei diesen Leistungsträgern konnten Trittin, Göring-Eckardt, Kretschmann & Co. mit ihren Wohlfühl-Themen saubere Energie, gesundes Essen und dem Versprechen einer "nachhaltigen" Wirtschaftspolitik lange Zeit punkten. Aber wie so oft, hört beim eigenen Geld der Spaß auf. 

Die Grünen können noch so lange behaupten, ihre Steuerpläne träfen nur ein paar „Reiche“. Ein Teil ihres ebenfalls von der Forschungsgruppe Wahlen ermittelten Wählerpotentials von mehr als 40 Prozent gehört zu eben diesen angeblich „Reichen“ oder hat – was genauso abschreckend wirken dürfte – gute Chancen, in absehbarer Zukunft „reich“ zu werden.

Denn laut Wahlprogramm der Partei soll für Bürger ab einem Jahreseinkommen von rund 60.000 Euro die Steuerbelastung steigen. Über 80.000 Euro sollen sogar 49 Prozent Einkommensteuer fällig sein, zusätzlich soll das Ehegattensplitting begrenzt werden.

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Die Wähler beherrschen die Grundrechenarten

Kommentare zu " Walter direkt: Beim Geld hört der Spaß auf"

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  • Vor allem die Grünen müssen aus der Politik komplett verschwinden! Jetzt ist es amtlich:
    Auch Trittin ist für Kindesmißbrauch, offiziell und schriftlich! Wie konnte das so lange verborgen bleiben?
    Und daß sich die Ober-Katholin (obwohl sie ja nie fertig studiert hat) Göring mit so einer Kreatur noch zusammen zeigt... hmmm, andererseits, in der katholischen Kirche hat Kindsmissbrauch auch seine "Tradition".

  • Die EEG-Abgabe haben sie vergessen. Das ist ja die genialste Erfindung der Grünen. Eine Abgabe, über die der Staat entscheidet, die er erhebt, ohne dass sie als Steuer aufgeführt wird.

    Hoffen wir, dass die bisherigen Grünen-Wähler dieser Partei den Denkzettel verpasst.

  • Die Grünen haben lange Jahre von ihrem "In"-Image profitiert, das u.a. von der Systempresse und ihren überwiegend links-grünen JournalistInnen geschaffen wurde. In letzter Zeit bröckelt dieses Positiv-Image, und die Leute schauen sich zunehmend die Inhalte dieser Partei, ihre Vergangenheit (u.a. Pädophilie, bisher nie ein Pressethema) und ihre Berufsfunktionäre an - UND ERSCHRECKEN ÜBER DIE REALITÄT.
    Vor allem über den Verrat an Umwelt (da wo es wirklich in der Praxis zählt, nicht die Ideologie) und Friedensbewegung. Heutzutage sind die grünen Funktionäre die schlimmsten Kriegshetzer!

    Immer mehr Grünwähler wachen aus dem teils selbstgesponnenen, teils von der Systempropaganda vorgefertigten Wolkenkuckucksheim auf und finden sich einer ganz anderen Realität gegenüber. DIE FASSADE BRÖCKELT!

    Nicht nur den Grünen geht es übrigens so. In mehr oder weniger geringerem Ausmaß geht es ALLEN BLOCKPARTEIEN so. Man sehe sich nur die (schon vor langem erfolgte) Desillusionierung der FDP-Wähler an.

    Wählt die Blockparteien und deren Funktionäre ab. Sie haben es alle verdient!

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