
Seit anderthalb Jahren brummt es im deutschen Immobilienmarkt. Die Preise für Wohnimmobilien sind insbesondere in Ballungsräumen deutlich gestiegen. Das betrifft zunehmend nicht nur Städte, sondern auch deren Umland. Vergessen scheint die lange Talfahrt der Immobilienpreise und schon wächst die Furcht, dass dieser Trend bald ein abruptes Ende finden wird und, wie in vielen Ländern zuvor, auch in Deutschland eine Immobilienblase platzen könnte.
Sicher wird man einräumen müssen, dass die aktuelle Preisdynamik nicht von Dauer sein kann. Dafür spricht schon die alte Regel, dass Immobilien- und Mietpreise in einem angemessenen Verhältnis stehen müssen, wenn der Markt im Lot bleiben soll. In den drei attraktivsten deutschen Großstädten, München, Berlin und Hamburg, haben sich die Immobilienpreise in der Tat von den Mietpreisen abgekoppelt. Erstere sind deutlich stärker gestiegen. Das kann nur auf zwei Wegen korrigiert werden: Entweder sinken die Immobilienpreise oder die Mieten steigen.
Die Logik dahinter lautet: Steigen die Immobilienpreise stärker als die Mietpreise, wird es immer unattraktiver, in diesen Markt zu investieren. Dadurch wird die Nachfrage nach Immobilien sinken und der Spielraum für Preissteigerungen kleiner. Bleibt die Nachfrage nach Immobilien dagegen hoch, weil immer mehr Menschen in attraktive Ballungsräume ziehen, wächst auch die Nachfrage nach Mietwohnungen. Wird diese steigende Nachfrage nicht durch entsprechende Investitionen gedeckt, werden die Mieten steigen. Das aber macht den Markt wieder interessanter.
Zweifelsohne hat sich in den drei Großstädten das Verhältnis zugunsten der Immobilienpreise stark verändert. Insofern ist das ein deutliches Zeichen für zunehmend spekulative Engagements auf dem Immobilienmarkt, die auf eine Überhitzung hindeuten. Aber müssen wir deshalb Schlimmes befürchten? Ich meine, da sollten wir doch einige gegenläufige Entwicklungen beachten.
Erstens, die Deutsche Bundesbank berichtet in ihrem Monatsbericht für April, dass die Wohnungsbauinvestitionen in Deutschland im vergangenen Jahr kräftig zugenommen haben. Sie sind um zwölf Prozent gestiegen, so stark wie schon seit Jahrzehnten nicht. Das wird das Angebot vergrößern und damit per se preisdämpfend wirken. Ob damit der Engpass in den Großstädten beseitigt wird, ist allerdings noch längst nicht ausgemacht.

Ach ne? Es wird keine Implosion der Immobilienpreise geben, wenn die Regierung auf höhere Besteuerung der Immobilien verzichtet und aus dem Wahn bzgl. nachträglicher Dämmung von Altbauten keinen Zwang macht.
Eine Explosion der Immobilienpreise ist dann wahrscheinlich, wenn weiter Geld gedruckt wird, um Schulden zu verlagern. Dies führt dann mittelfristig zum Vermietungsinfarkt, weil die Löhne nicht mit der realen Mietkosteninflation mithalten werden, es sei denn es wird ein automatischer Inflationsausgleich für alle Arbeiter und Angestellten gesetzlich festgeschrieben...
Let's wait and see and keep the mobile home ready for the next trip or move.

In Berlin gingen schon Wohnung weg bei welchen die Mietrendite unter 3% lag, das ist das 33Fache einer Jahresmiete. Natürlich wird da irgendjemand sein Geld verbrennen. Zeitungen wie das Handelsblatt tragen aber ihren Teil dazu bei, in dem Sie immer wieder irgendwelchen haldseidenen Inflationspropheten das Wort erteilen. Aber mit einer "Die Inflation kommt!"-Überschrift lässt sich in Deutschland eben auch Absatz generieren, wenn M3 seit 3 Jahren langsamer steigt als in den letzten 15 Jahren zuvor...

in den Grossstädten werden fast überall Utopiepreise von 30 Jahreskaltmieten bei jüngeren Immos verlangt, Rendite ist da minimal nach allen Kosten. Ob die Leute diese Blasenpreise zahlen wollen, müssen sie selbst entscheiden.
Große junge Reihenhäuser, die in Berlin vor 5 Jahren noch 400 als Neubau kosteten, werden nun für 650 angeboten, ist doch fragwürdig!! :(
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