Walter direkt
Geldspritzen wofür?

Griechenland hat bisher zig Milliarden Euro frisches Geld vom Ausland bekommen. In der Wirtschaft ist dort davon nichts angekommen. Darüber muss verhandelt werden.
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Am Tag nach der Wahl in Griechenland war die gute Stimmung an den Börsen nur von kurzer Dauer. Mehr war aber auch nicht zu erwarten, denn die Sorgen sind geblieben. Drückende Schuldenlasten, wachsende Haushaltsdefizite, eine tiefe Rezession und steigende Arbeitslosigkeit prägen das Bild eines am Boden liegenden Staates. Dazu kommen dann noch niederschmetternde Untersuchungen über Amtsmissbrauch und Korruption in staatlichen Stellen, die Griechenland in Europa einen traurigen Spitzenwert bescheinigen.

Klar ist jetzt nur, dass die Griechen – wenig überraschend - in der Euro-Zone bleiben wollen und sie dafür eine dementsprechende Regierungskoalition gewählt haben.

Diese Parteien haben auch sogleich angekündigt, dass sie prinzipiell am Sparkurs festhalten wollen, aber es doch auch neue Verhandlungen geben müsse. Man brauche mehr Zeit für die Reformen und dürfe mit einem allzu resoluten Sparkurs der griechischen Wirtschaft nicht gänzlich den Hahn abdrehen.

Mit dieser Forderung kann der vermutliche neue Regierungschef Antonis Samaras auf prominenten Beistand zählen. Ob François Hollande (Frankreich), David Cameron (Großbritannien), Barack Obama (USA) oder Mariano Rajoy (Spanien), alle diese Amtskollegen und noch viele weitere mit ihnen wollen, dass die Euro-Länder mehr für das Wirtschaftswachstum tun, vulgo: endlich den Sparkurs lockern.

Gemeint sind damit in erster Linie Deutschland und seine Kanzlerin Angela Merkel, die nach Meinung dieser Politiker immer nur auf die Bremse tritt und bei den überschuldeten Euro-Ländern Struktur-Reformen anmahnt, die der Konjunktur viel zu spät auf die Sprünge helfen würden.

An diesem Argument ist sicher etwas dran, auch wenn die Rufe nach mehr Wachstum fast schon wie ein Allheilmittel klingen. Genau das ist es nicht, weil sich in Griechenland wie in allen überschuldeten Peripherieländern der Euro-Zone Grundsätzliches ändern muss. Die Konjunktur wird dort nicht auf die Beine kommen, wenn nicht  die Standortqualität durch Reformen im Steuersystem, bei den Pensionsregelungen und am Arbeitsmarkt verbessert wird, um nur die wichtigsten Punkte zu nennen.

Kommentare zu " Walter direkt: Geldspritzen wofür?"

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  • Solange die Staaten u.a auf Banken und Versicherungen bei der
    Refinanzierung angewiesen sind,(und daran wird sich nichts ändern) solange sind die Staaten in einer Abhàngigkeit.
    Man stelle sich vor,Staatsanleihen würde nicht mehr gekauft,
    dann bricht weltweit alles zusammen. Deshalb werden Banken
    gerettet, weil die Politik auf sie angewiesen ist.
    So ist eben unser Finanzsytem konzipiert. Machen wir uns nichts
    vor, es wird immer,solange wir denken können, egal ob es eine
    Währungsreform irgendwann geben wird, Banken geben.
    Deshalb arbeitet man an einer europ. Bankenunion, um kleine
    Banken, die in Schieflagen geraten könnten, abzuwickeln.
    Die Sauerei ist, dass unser Einlagensicherungsfond auch noch dafür herhalten muss.Wer ist immer der Dumme? Der.. . . .Michel.
    MfG
    Walter Schmid

  • Das ist doch das, was wir schon lange sagen.
    Diese ganze Griechenland-Rettung war doch nie was anderes als eine Bankenrettung und zwar vorrangig franz. Banken und auch Detuscher
    Also wir Steurzahler retten pausenlos Banken.
    Den Beginn machten Steinbrück und Merkel mit der HRE

  • @ AlfonzoWi1
    >"Warum wurden nicht schon im Vorfeld,d.h.bevor die ersten Zahlungen an Grieschenland geleistet wurden, Kontrollmechanismen eingebaut '<

    warum wohl ?? Weil der deutsche Steuerzahler die Investoren und Bankster mit den Rettungspaketen bezahlen soll. Gewinn privatisieren, Verlust sozialisieren - nicht neues seit 1929 ....

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