Kurz und schmerzhaft

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Walter direkt: Mehr ins Risiko gehen?

Die Wirtschaft hat sich besser entwickelt als zu Jahresbeginn gedacht. Das gilt leider nicht für Anlagevermögen. Niedrige Zinsen und der Verlust der „sicheren Anlage“ läuten eine neue Phase des Vermögensmanagements ein.

Herbert Walter
Herbert Walter – Der Finanzlotse. Herbert Walter führte von 2003 bis 2009 die Dresdner Bank.

Wer sich einmal die Mühe macht, die Situation der Weltwirtschaft zu Beginn dieses Jahres mit der aktuellen zu vergleichen, wird möglicherweise nicht um eine kleine Überraschung herumkommen.

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Kein Zweifel, einiges hat sich in den vergangenen zwölf Monaten besser entwickelt als befürchtet: Vor Jahresfrist warnten Medien und Analysten beispielsweise vor den schlimmen konjunkturellen Auswirkungen einer harten Landung in China. Auch der bevorstehende politische Führungswechsel könne zu weiterer Unsicherheit beitragen. Nichts davon hat sich bewahrheitet. Die Konjunktur in China hat die Talsohle durchschritten, Industrieproduktion und Exporte steigen wieder.

In Europa gaben die immer zahlreicher werdenden Euroskeptiker keinen Pfifferling darauf, dass die Eurozone dieses Jahr überleben werde. Auch das ist anders gekommen. Zwar sind grundlegende politische Reformen noch nicht umgesetzt worden, aber immerhin Maßnahmen insbesondere der Europäischen Notenbank, die zu einer merklichen Beruhigung der Situation an den Märkten geführt haben.

Auch wenn ich die nach wie vor existierenden Gefahren für die Weltwirtschaft im Allgemeinen und die Eurozone im Besonderen nicht klein reden will, die Erfolge möchte ich aber auch nicht verschweigen. Ein Anlass für etwas mehr Zuversicht sind sie nämlich allemal.

Im Laufe der vergangenen Monate habe ich aber auch eine Begleiterscheinung des zaghaften ökonomischen Erholungsprozesses wahrgenommen: Den immer öfter ertönenden Rat an die Anleger, sie sollten mehr Mut bei der Geldanlage zeigen und bereit sein, höhere Risiken einzugehen.

Vernachlässigen wir einmal, dass Geldanleger in diesem Jahrhundert beinahe dauernd im Krisenmodus agiert haben und entsprechend verunsichert sind. Die Suche nach einer sicheren Anlage, mit der man ein Vermögen entweder aufbauen oder es gegen Wertverluste sichern kann, hat in diesen unruhigen Zeiten extrem zugenommen und leider auch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt.

„Triple A“ - vor gar nicht so langer Zeit noch eine allerseits akzeptierte Auszeichnung für „sichere Anlagen“ - hat erhebliches Vertrauen eingebüßt. Ungezählte vermeintlich sichere Produkte von Investmentbanken mit der besten Bewertung fielen in der 2007 aufkommenden Finanzkrise innerhalb von Monaten oftmals auf Ramschniveau.

  • 26.12.2012, 09:17 UhrSayTheTruth

    2013 KEIN GEZ-TV MEHR ANSCHALTEN ! Das ist doch mal ein guter Vorsatz. Komplett ohne diese ganzen Propaganda-Kanäle. Geht super ! BBC, CNN, CNBC, SKY News, ok mal PHOENIX.

    Die Alt-Parteien bekommt man nicht weg in Deutschland. Die sind 100 % abgesichert im Machterhalt durch die "treue" System-Presse, durch GEZ-TV das eine Pseudo-Wirklichkeit produziert, durch tausende willige Promies die alle ihre Rolle spielen in der Medienwelt, durch die "Umfrage-Ergebnisse auf Knopfdruck" durch die Meinungsforschungs-Institute, durch überwachende Zentralräte, das alles bildet eine abgestimmte starre Kruste, die ganz automatisch funktioniert - seit Jahrzehnten schon.

    Erst wenn die Deutschen diesen "Nachkriegs-Panzer" abwerfen, werden sie wieder selbstbestimmt und frei sein. Aber wir werden ja schon mit Geld, Vermögen, Steuern, Renten, HARTZ4 abhängig und klein gehalten. Da wird sich also auch ab 2013 nichts dran ändern. Leider.

    Alle werden reich dabei, ausser der normale Deutsche. Die Politiker und Abgeordnete stopfen sich die Taschen voll mit Diäten und fettem Pensionsanspruch schon nach 4 Jahren + Lobby-Lohn (Honorare für "Vorträge"). Die Intendanten, Moderatoren und Promies werden reich mit GEZ-Milliarden. Alle scharren sich ums Geld. Die EU-Abgeordneten -Kommission usw. werden fürstlich entlohnt. Die EU-Krise ist die Zeit des Absahnens für willige Vasallen - und die stehen Schlange ....

  • 25.12.2012, 21:22 UhrMazi

    In der Sache haben Sie mir Sicherheit recht.

    Andererseits ist es natürlich etwas anderes mit eigenem oder fremdem Geld umzugehen. Sie sehen es am Beispiel "Blessing", auch ein ehemaliger "Dresdner", dem der Aufsichtsrat das Jahresgehalt drastisch erhöht hat, ohne dass dies von der Ertragslage der Bank gerechtfertigt wäre.

    Wenn auch Ihre grundsätzliche Kritik gerechtfertigt ist, so muss man feststellen, dass Herr Walter einer der besseren Vorstände der Dresdner Bank war - aber nicht gut genug wie Sie verweisen werden.

  • 25.12.2012, 11:06 Uhrgagagauck

    der liebe herr walter konnte seine von ihm verantworteten milliarden risiken in der dresdner bank nicht managen und will mich nun als leser mit ratschlägen bankenschlau machen

    geschenkt

    walter ein gesicht der bankenkrise

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