Walter direkt
Mehr Regulierung beseitigt kein Unrecht

Immobilien und Mieten werden in attraktiven Großstädten für immer mehr Menschen unbezahlbar. Die Politik reagiert darauf mit härteren Regeln für den Mietwohnungsmarkt. Kein guter Weg für die soziale Marktwirtschaft.
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Der Deutsche Mieterbund nutzte seinen gerade in München zu Ende gegangenen Mietertag zu einer kräftigen Attacke gegen das Unrecht auf dem deutschen Wohnungsmarkt, und Politiker, allen voran SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, empfahlen sich als eine Art Bombenentschärfer gegen die drohende Explosion der Mieten.

Tatsächlich sind Immobilienpreise und Mieten in attraktiven Großstädten wie München, Berlin, Hamburg und Frankfurt in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Tatsache ist auch, dass insbesondere Menschen mit einem niedrigen Einkommen, die in diesen Ballungsräumen leben, von ihrem Einkommen immer mehr Geld für ihre Unterkunft ausgeben müssen.

Der wichtigste Grund dafür: In den vergangenen Jahren ging die Bautätigkeit - im übrigem nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa – stark zurück. In der Eurozone sank die Produktion im Baugewerbe seit 2006 um satte 30 Prozent. In Deutschland war diese allein im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp vier Prozent geringer. Ein so starker Rückgang muss zwangsläufig auch den Wohnungsbau in Mitleidenschaft ziehen.

Wenn weniger gebaut wird, aber immer mehr Menschen in diese Städte ziehen, dann kann es gar nicht anders sein, dass dort Immobilienpreise und Mieten steigen. Wer nun gedacht hätte, dass Politiker wie Steinbrück oder der Münchener Oberbürgermeister, Christian Ude, sich mit aller Kraft darauf stürzen, den Investitionsstau im sozialen Wohnungsbau zu beenden, sieht sich getäuscht.

Zwar wird von der Union über die SPD bis hin zur Linken gefordert, mehr Sozialwohnungen zu bauen, diskutiert wird aber über etwas ganz anderes: Wie können wir den ohnehin schon stark regulierten deutschen Wohnungsmarkt noch härter an die Kandare nehmen, damit die Mieten weniger steigen?

Da geht es dann darum, Wiedervermietungsmieten zu begrenzen, neue Mieterhöhungsregeln und Kappungsgrenzen einzuführen, Vergleichsmieten so zu berechnen, dass der Spielraum für Mieterhöhungen kleiner wird und so weiter.

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Die Nebenkosten steigen

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Regulierungswut der Politik

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  • Wieviel ehemals rel. günstige Mietwohnungen wurden im letzten Jahrzehnt von öffentlichen Eigentümern und öffentlichen Institutionen nahestehenden Gesellschaften
    an rein gewinnorientierte Unternehmen verscherbelt. Es sind soweit ich weiß hunderttausende Wohneinheiten die den ehemaligen Eigentümern zunehmenden Stress und zu geringen Gewinn einbrachten. Dazu der eskalierende Druck zu Renovierungen, Abriss, Neubau aus den täglich seit etwa zwei Jahrzehnten publizierten Gründen.
    Der zunehmende Zwang nach Umwandlung dieser "Immobilien" zu "liquiden Mitteln", für was auch immer.
    Nun allerorten Gejammere "zu wenig, zu teuer" bei
    zunehmenden Trend "mehr, billiger". So schnell ändern sich die Zeiten in Deutschland nach Einführung von 1 : 1,95583 (in der Welt), nach New York Times` Grafik vom 02. Mai 2010 "Europe`s Web of Dept" (einfach googeln, Rückblick über Bazookas, Rettungsschirme, Schulden-, Fiscal und was für Unionen, ESM u. m., bis zum größten Konzerthausbau mit Elbblick aller Zeiten.
    Allein für den hier angenommenen Wert von ca. 750.000.000
    der neuen Einheitswährung hätte man überschlägig bestimmt
    ca. 250 bis 300.000 qm einfachen Wohnraum schaffen können.
    Geschätzt etwa 3.000 ganz vernünftige und bezahlbare
    Wohnungen. Nun also: Wohnschiffe für Asylbewerber gab es
    früher, heute schägt man diese für Studenten vor...
    Ja, so ist`s. Später ist man immer schlauer, betrachtet man hier z. B. das Themen Energiewende, Energieversorger, Netze, Wasserversorgung u. m. in privatwirtschaftlicher oder in (teil-) öffentlicher Regie.
    Thema verfehlt ? Mitnichten, wenn man sich die Energie-
    Betriebskosten von Wohnungen im Verlauf betrachtet.
    Übrigens ein Beispiel privat zu Wohnungsrendite im
    Speckgürtel einer dt. "Metropole": Altbau 75 m2 (1979), HKZ 120 KWh/m2 (Heizöl) schuldenfrei, Miete 400 teuro kalt, dazu Betriebs-, Steuer, Versicherung, Verwaltung
    für Mieter, Vermieter anteilig 250 teuro monatl., kleinere Reparaturkosten, Abschreibung, Steuern... betrachetet.

  • ...aber verhindert zukünftig Unrecht...

  • Dass es bei gewerblichen Vermietern asoziale, weil geldgierige Auswüchse gibt, bestreite ich nicht. Ich befürworte vielmehr, dass solchen Leuten auf die Finger gehauen wird.

    Für einen Privatmann ist es hingegen nicht mehr attraktiv, eine Wohnung zu vermieten. Wer einmal miterlebt hat, wie der Gesetzgeber Mietnomaden bis zum Geht-nicht-mehr protegiert, weiß, von was ich rede.

    Mit dem Moment, an dem man eine Wohnung vermietet, ist man so gut wie enteignet und den Launen Asozialer hilflos ausgeliefert.

    Solange diese Zustände anhalten, werden immer weniger Privatleute Wohnraum schaffen!

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