Kurz und schmerzhaft

Diskussion: Kommentare zu: Schlusslicht Deutschland

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Handelsblatt Online ist eines der wenigen großen Wirtschaftsmedien, bei denen Kommentare erwünscht sind. Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen. In dieser Funktion kommt uns die Rolle des Moderators zu: Er lässt alle zu Wort kommen, aber er verteilt auch Ordnungsrufe, wenn sich Streithähne gegenseitig beleidigen. Im Zweifelsfall beenden wir eine Diskussion, denn wir bürgen mit unserem Namen für Niveau. Ich bitte Sie deswegen, nennen Sie Ihren Namen, bevor Sie in den Ring steigen und bleiben Sie mit Wortwahl und Inhalt über der Gürtellinie. Diese Kommentarspalte lebt von scharfen Argumenten. Sie verliert ihre Berechtigung, wenn es Ihnen um Selbstdarstellung und Effekthascherei geht. Deswegen fordere ich Sie auf: Bleiben Sie fair!

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 30.10.2012, 12:33 UhrHotSix

    Lustig ^^ Mehr aber auch nicht.

    Wir brauchen dringend eine Reform unseres Geldsystems - zu viele Mitesser verdienen daran ohne jegliche Arbeitsleistung. Geld mit Geld verdienen allein geht nicht.
    Zudem brauchen wir grundlegende Reformen in unserem Steuersystem - so lange nur die Bürger das ganze System tragen, kann es nicht funktionieren. Vor allem wenn es auf Grund von Automatisierung immer weniger Arbeitsplätze gibt. Maschinelle Arbeitsplätze werden ja nicht besteuert.

    Wir alle tragen Verantwortung wenn es um ein stabiles Deutschland mit Zukunft geht, nicht nur die Bürger und Unternehmer, sondern auch die Finanzwirtschaft und Industrie. Unser aktueller technische Stand ist eine Gemeinschaftsleistung der Generationen, jedoch profitieren heute nur wenige davon - das muss sich ändern wenn wir eine stabile Zukunft anstreben.

  • 30.10.2012, 12:52 Uhrhpmalter

    Was macht der Staat mit all dem vielen Geld aus Steuern, Abgaben + den Einnahmen aus Liegenschaften, dieses Jahr ca 700 Milliarden €?? – Investieren? Nein: Gehälter u Pensionen des Öffentlichen Dienstes bezahlen u Zinsen bedienen. Und der Dumme Bürger denkt: wenn das Geld beim Staat ist sei es bei ihm- Von wegen!

  • 30.10.2012, 13:05 Uhrwhoknows

    Herr Walter,

    "Das alles führt zu der betrüblichen Erkenntnis, dass Deutschland im Vergleich aller 34 OECD-Staaten mit einer gesamtwirtschaftlichen Netto-Investitionsquote von deutlich weniger als drei Prozent ganz am unteren Rand liegt."

    Nun raten sie doch mal seit wann die Investitionsquote in Deutschland extrem schlecht ist?

    Trommelwirbel ... seit der Einführung des Euros. Der Euro untergräbt unsere finanzielle, wirtschaftliche und politische Basis auf allen Ebenen.

    Exporte in den Euroraum werden seit Jahren nur noch mit wertlosen Target2 Forderungen bezahlt. Der Mehrwert der Exporte für das Land ist nicht gegeben. Wir erwirtschaften kein Vermögen, welches im Land investiert werden könnte.

    Ein Exportüberschuss bedeutet auch immer ein Komsumverzicht der Bürger. Den Deutschen werden durch gigantische Abgaben und Steuern die Früchte ihrer Arbeit vorenthalten.

    Die Dividende einer stabilen im Aussenwert steigenden Währung wird ihnen auch vorenthalten.

    Aber damit nicht genug, demnächst dürfen wir noch die Verschuldung der restlichen Euroländer finanzieren.

    Es gibt kein anderes Land in der Welt, welches seine Bürger so dermaßen mies behandelt.

  • 30.10.2012, 13:31 UhrFelixKrull

    märchenonkel herbert walter,exvorstand der DRESDNER BANK,ruinierte die bank und will nun ratschläge erteilen.

    herr walter verzehren Sie bitte Ihren ehrensold und lassen Sie bitte gras wachsen,da können Sie nicht viel falsch machen

  • 30.10.2012, 13:40 Uhrhermann.12

    Es ist sehr zweifelhaft bzw. eine sehr einseitige Sicht, das die die Schröder´schen Reformen die heutige Wirtschaftsstärke ausmachen. Sie sind wohl Ausdruck eines völlig falschen Wirtschaftsverständnisses eben auch eines großen Teils der Bevölkerung.
    Sicher, das Lohnniveau wurde spürbar gesenkt, was den Gewinn der Unternehmen erhöht hat. Gleichzeitig führten aber die steuerlichen Veränderungen zu langfristig deutlichen Steuererhöhungen für Verbraucher, eine deutliche Bereicherung der Konzerne und die falsch betriebene Deregulierung ist sogar der Hauptverantwortliche schlechthin für unseren Anteil an der Finanzkrise.
    Letztlich stellt sich der EURO als ein Fehler verfrühter Einführung heraus. Ohne den EURO hätte es den Lohndruck in dieser Massivität nicht gegeben.
    Im Grunde ist das Gesamtergebnis eine Folge der unreflektierten Ziele auch bei der Europapolitik, bei der die profanen Verteilungswirkungen bei den Angleichungen schlicht ignoriert wurden.
    Es ist kein Zufall, das sich unsere Probleme denen Frankreichs angleichen. Schließlich passen wir uns ja denen an und nicht umgekehrt.

    H.

  • 30.10.2012, 14:13 UhrPeterScholz1

    Wenn Sie Recht haben, haben Sie Recht Herr Walter. Doch wie man diesem Szenario entgeht, das schreibe ich seit der Ölkrise 1973.
    "Kein Schwein ruft mich an."

    [...] Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • 30.10.2012, 14:53 UhrPeterScholz1

      Nur zur Information: Ich bin kein Staubsaugervertreter!
      Der Titel heißt: Beendigung der Krise!

      http://www.bps-niedenstein.de/

  • 30.10.2012, 18:56 Uhrmatze

    @ endlich mal wesentliche aussagen! prima - herr walter! Bitte lassen Sie "Ihre Stimme in diesem Sinne immer lauter werden"!

    schönen tag, matze.

  • 30.10.2012, 22:49 UhrWilhelmRoepke

    Hm, ich kann mich nicht erinnern, dass Deutschland seit mehr als 10 Jahren die rote Laterne bei den Investitionen abgegeben hätte. Wir rangieren da immer im unteren Bereich.

    Den großen Erfolg, den die deutsche Wirtschaft momentan feiert, verdankt sie leider nicht den Reformen. Die machen - und das wissen Sie - nur einen Bruchteil aus. Tatsächlich schießen die Exporte durch Decke auf Grund einer viel zu billigen Währung. Das nutzt allerdings dem Volk nichts. Es gab so etwas wie eine Sozialdividende. Also eine aufgewertete Währung. Damit konnten sich die Bürger mehr leisten.

    Es muss klar sein, dass solange wir wie die Wilden unsere Wissen und Knowhow ans Ausland verschenken,sich die Investitionen in Deutschland weiterhin am unteren Rand entwickeln werden.

    Dafür investiert die deutsche Exportwirtschaft lieber im Ausland. Solange wir solche hohen Nettoexporte und damit einhergehen so hohe Nettokapitalabflüsse ans Ausland haben, wird sich daran nichts ändern. Die Geldmittel fehlen dann in Deutschland. Aber es wird weiterhin behauptet, diese wahnsinnigen Nettoexporte wären ein Zeichen der Stärke der deutschen Wirtschaft.

    Stattdessen sind die ein Beleg für schlechte Anlagemöglichkeiten am Standort Deutschland. Deshalb wandert das Kapital ab. Nichts anders sind Nettoexporte/Nettokapitalexporte (Exporte minus Importe).

    Was die Exportwirtschaft angeht, ist es ihr egal. Sie verdient das Geld im Ausland und sie schert sich wenig um den Standort Deutschland. Sie möchte nur weiterhin, dass die deutschen Steuerzahler für ihre Risiken aufkommt und ihre Zahlungsforderungen gegenüber dem Ausland absichert mittels Rettungsschirmen.
    In den Unternehmen hat sich die Erkenntnis, ganz überraschend, durchgesetzt, dass sie hohe Zahlungsausfälle zu erwarten haben, die sie eigentlich abzuschreiben haben. Jetzt nicht mehr. Jetzt bezahlen die Steuerzahler und dafür wird weiterhin im Ausland investiert.

  • 10.11.2012, 06:03 Uhrcoachoutlettt

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