Zschaber zündelt
„Bleib hungrig, bleib verrückt”

Die Apple-Aktie ist in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Trotz dieses Erfolges sind die Anteilsscheine aber noch immer moderat bewertet. Kein schlechtes Geschäft für Anleger.
  • 0

Bleib hungrig, bleib verrückt - dieses am 12. Juni 2005 an der Stanford Universität in den USA ausgesprochene Leitmotiv stammt von keinem geringeren als Steve Jobs, dem verstorbenen Apple-Chef. Es beschreibt auf einfache Weise die Ideologie des Weltkonzerns aus Kalifornien. Seit nunmehr einem Jahrzehnt bestimmt Apple, was hip und gefragt ist. Der Konzern geht nicht auf die Bedürfnisse der Konsumenten ein, er schafft Bedürfnisse. Es gibt kaum noch einen Haushalt, in dem sich keine Apple Produkte finden. Egal ob iPod, iPhone, Mac Book oder iPad. Auch für die Anleger wäre eine Beteiligung an diesem Unternehmen ein Riesengeschäft gewesen. Seit 2003 legte der Börsenwert von Apple um über 7.500 Prozent zu. Zum Vergleich: Die Microsoft-Aktie kletterte im gleichen Zeitraum um gerade einmal plus 22 Prozent.

 Doch wir wissen, dass an den Börsen die Vergangenheit nur noch eine untergeordnete bis gar keine Rolle spielt. Nur die Zukunft entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Kann Apple also diese Dynamik und diesen Hunger nach Innovation und Fortschritt in diesem Maße beibehalten? Dies ist eine sehr spannende Frage.

Fakt ist, dass ehemals etablierte Unternehmen wie Microsoft oder auch Research In Motion (RIM) mit ihren Blackberry-Modellen den Anschluss an die Kunden verloren haben. Gerade der Bereich Geschäftskunden schien ausschließlich RIM zu gehören. Man war Monopolist. Noch vor drei bis vier Jahren war das Blackberry das Maß aller Dinge für die Manager in aller Welt. Doch die Zeiten sind vorbei; die Manager wechseln den Anbieter: sie wechseln zu Apple.

Trotz des Erfolges scheint die Aktie der Kalifornier moderat bewertet, unüblich für  hochgejubelte Technologiekonzerne. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei Apple gerade einmal bei etwa 12,5. Exorbitant hohe Gewinne und eine Eigenkapitalquote von 66 Prozent scheinen einen Kurs von knapp 460 Euro zu rechtfertigen. Das vergangene Quartal war gar das erfolgreichste der Firmengeschichte. Beeindruckend ist ebenfalls die stringente und konsequente Preispolitik.

Seite 1:

„Bleib hungrig, bleib verrückt”

Seite 2:

Asiaten stehen auf Apple

Kommentare zu " Zschaber zündelt: „Bleib hungrig, bleib verrückt” "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%