Zschaber zündelt
USA – Spirale nach unten

Washington hat diese Woche versöhnliche Daten zur Industrieproduktion vorgelegt. Doch Optimisten freuen sich zu früh.
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650 Milliarden Dollar. In Worten: Sechshundertfünfzigmilliarden – so hoch ist das Haushaltsdefizit, das die Zentralregierung in Washington innerhalb des ersten halben Jahres angesammelt hat. Vergleiche ich diese Summe der neuen Schulden zum gesamtwirtschaftlichen Ergebnis, kann ich nur sagen: Das ist weiterhin absolut inakzeptabel.

Auf der Suche nach einem Lichtblick kamen diese Woche Zahlen zur landesweiten US-Industrieproduktion. Sie haben das Zeug dazu, mich versöhnlicher zu stimmen.  Der Output im verarbeitenden Gewerbe konnte im vergangenen Monat um 0,5 Prozent zum Vormonat ansteigen und um 4,75 Prozent zum Vorjahresmonat. Diese Entwicklung zeigt eine weitere Belebung der amerikanischen Industrie. Allerdings liegt die absolute Industrieproduktion trotz aller Multimilliarden US-Dollar Ausgaben seitens der Regierung und Notenbank nach wie vor hinter den Höchstständen aus 2007.

Dennoch resultiert daraus, dass auch die Kapazitäten innerhalb der Industrie in den USA weiter anstiegen. Was die US-Wirtschaft und damit auch die Kapazitäten, derzeit stützt ist ein sogenannter zyklischen Dreiklang. Das bedeutet, dass der Lagerzyklus, der Investitionsgüterzyklus und auch der Konsumgüterzyklus weiterhin die Wirtschaft stabilisieren. Nicht zu vergessen ist aber, dass diese Zyklik durch hohe Ausgaben der Regierung subventioniert wird.

Die Frage, die ich mir stelle, lautet: Wie abhängig ist die US–Wirtschaft bereits von den Interventionen und strukturellen staatlichen Ausgaben von Regierung und Notenbank? Kann sie noch ohne oder befinden wir uns bereits in einer Interventionsspirale, welche die logische Folge auf eine vorhandene Liquiditätsfalle darstellt?

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USA – Spirale nach unten

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Nur oberflächlich ein positiver Eindruck

Kommentare zu " Zschaber zündelt: USA – Spirale nach unten"

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  • was immer die auch erzählen. bald ist game over. die büchse der pandora ist schon lange geöffnet.

  • "Um die strukturellen Defizite nachhaltig und sukzessive zu verbessern, benötigt die USA ... eine deutliche Abwertung des USD ..."
    Interessante These - nur gegenüber was sollte der Dollar abgewertet werden?

    Euro wohl kaum. Da wird gerade die eigene Notenpresse angeworfen.

    Yuan? Dagegen wird sich China sperren, denn dann würden chinesische Dollarreserven wegschmelzen.

    Bleiben Rohstoffe (inklusive Edelmetalle) und/oder Aktien und wer sich das anschaut sieht, dass diese Abwertung schon längst im Gange ist.

  • @1Weltregierung (Wird's nie geben!) - "Fakt ist, dass CHINA mit seinen Reserven sich fast die gesamte USA aufkaufen könnte. Nur eben, was sollte China davon haben?
    Die USA hängt schon lange am chinesischen Tropf. Man achte mal drauf, wenn Obama mit dem Oberhäuptling aus china zusammen kommt."

    Griechenland hängt an Deutschlands Tropf - freuen WIR uns dass wir morgen alle griechischen Häfen und Reedereien aufkaufen könnten, Vorgriff auf Griechenlands Cousin Zyperns riesige Gas-Vorkommen im Mittelmeer genießen werden?

    USA an Chinas Tropf? Viel schlimmer - Die Chinesen erkennen gerade viel zu spät dass Sie ihre Güter Griechen verkauften, Target2 raffinierter und in größerem Stil! Denn DIESES Griechenland hat eine gigantische Navy und Kriegsindustrie, und dieses Griechenland druckt sich seine Pedro-Drachme OHNE um Erlaubnis zu erpressen!

    Arme Chinesen...


    Guter Artikel, Herr Zschaber!

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