LinkedIn
Virtuelles Rolodex

Rupert Murdoch will angeblich die Professional-Networking-Site LinkedIn übernehmen. Wenn Murdoch sie mit dem „Wall Street Journal“ und dem neuen CNBC-Konkurrenten von Fox kombiniert, würde eine neue treibende Kraft in den Wirtschaftsmedien entstehen.

Rupert Murdoch sieht nicht wie ein Mann aus, der ein besseres Rolodex braucht. Und doch soll der Medienunternehmer angeblich den Kauf von LinkedIn erwägen, einer Social-Networking-Site, die von Berufstätigen frequentiert wird. Anders als ihre flotteren Verwandten Facebook oder Murdochs eigene Kontaktbörse MySpace, ähnelt LinkedIn eher der Web 2.0-Version einer Rotationskartei für Visitenkarten.

Das könnte perfekt zu News Corp. passen. LinkedIn rühmt sich eines Kundenstamms von 16 Millionen Nutzern, der bis zum Rand mit Managern aus Fortune-500-Unternehmen gefüllt ist. Das ist natürlich ganz etwas anderes als die musik- und sexbesessenen Bewohner von MySpace. Das sind genau die Leute, die vermutlich das „Wall Street Journal“ lesen und den Fox Business-Kanal schauen.

Nehmen wir einmal an, das bald gebührenfreie wsj.com erstellt auf seiner Site Profile für alle LinkedIn-Nutzer. Das würde das weltweit größte Netzwerk an Führungskräften mit seinem wertvollsten Wirtschaftsmedienkomplex verknüpfen. Wenn man es recht bedenkt, würde sich LinkedIn viel natürlicher in Murdochs Reich einfügen als MySpace das tut.

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