Mattel
Zuerst kommt die Sicherheit

Die Aktien von Mattel haben schwer gelitten, nachdem im vergangenen Sommer in großem Umfang Spielwaren, die mit bleihaltigen Substanzen verunreinigt waren, zurückgerufen worden waren. Mit neuen Gesetzen wollen die USA jetzt weiter gegen gefährliche Produkte vorgehen. Aber Barbie und Elmo haben klar Schiff gemacht. Mattel könnte von einer neuerlichen Überprüfung sogar noch profitieren.

Die Aktien des Spielwarenherstellers Mattel haben schwer gelitten, nachdem im vergangenen Sommer in großem Umfang Spielwaren, die mit bleihaltigen Substanzen verunreinigt waren, zurückgerufen worden waren. Jetzt wollen die USA mit neuen Gesetzen verstärkt gegen fehlerhafte Spielsachen vorgehen. Aber der Ausverkauf der Mattel-Aktien sieht jetzt plötzlich übertrieben aus. Für den Hersteller von Barbie und Elmo könnte die neue Betonung des Sicherheitsaspekts ein Segen sein.

Die Vorstellung, dass ihr Kleinkind mit bleiverseuchtem Spielzeug hantiert, ist ein Alptraum für alle Eltern. Deshalb überrascht es auch nicht, dass es für die Gesetzgeber ein Leichtes war, die Panik des letzten Sommers über die mit bleihaltiger Farbe behandelten Spielwaren in umfassende neue Richtlinien zur Produktsicherheit umzumünzen. Für Mattel und andere Spielwarenhersteller werden sie mit Sicherheit intensivere Überprüfungen mit sich bringen.

Aber das könnte auch eine Chance sein. Mattel ist immer noch ein Schwergewicht auf dem Spielwarenmarkt. Wenn die neuen Vorschriften dazu beitragen, das Vertrauen in die Sicherheit von Spielsachen wiederherzustellen, dann wird Mattel wahrscheinlich davon profitieren. Das Unternehmen kann sich auch stolz auf sein eigenes schnelles Vorgehen berufen, denn es hat seine internen Sicherheitsstandards überarbeitet, und zwar Monate bevor der US-Kongress etwas unternommen hat.

Nachdem die Aktien von Mattel im vergangenen Jahr rund ein Drittel ihres Wertes verloren haben, scheint ein Großteil der schlechten Nachrichten nun in der Kursentwicklung berücksichtigt zu sein. Bei jüngst notierten 19 Dollar wechseln die Papiere für weniger als das Zwölffache der künftigen Ergebnisse den Besitzer - das ist niedriger als etwa beim Konkurrenten Hasbro – und sie bieten eine üppige Dividendenrendite von 3,8 Prozent.

Im internationalen Geschäft, mit dem Mattel die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet, herrscht eine florierende Nachfrage nach Barbie-Puppen und anderen Spielwaren des Branchenriesen. Der Umsatz in Lateinamerika stieg um mehr als 20 Prozent, Europa und Asien wiesen ebenfalls Steigerungen im zweistelligen Bereich auf. Nach Schätzungen von Analysten dürfte sich der Gewinn von Mattel in diesem Jahr um 15 Prozent erhöhen.

Wenn es natürlich auf der Sesamstraße noch einmal zu einem Bleifarben-Vorfall kommt, dann könnten sich diese Prognosen als zu optimistisch erweisen. Aber verglichen mit einigen anderen, verbraucherorientierten Aktien sehen Mattel-Papiere relativ sicher aus.

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