Microsoft Vista
Jetzt geht es endlich los

Das neue Betriebssystem Vista von Microsoft war anfangs nur schlecht beim Kunden angekommen. Die PC-Hersteller blieben auf Bergen von Computern sitzen. Der dann einsetzende Preisverfall und der schwächere Dollar haben den PC-Absatz – und Vista – jetzt doch noch ins Rollen gebracht.

Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören können, als Microsoft im Januar sein jüngstes Betriebssystem Vista ausgeliefert hat. Das neue Programm hat die Privat- und die Geschäftskunden, gelinde gesagt, nicht gerade vom Hocker gehauen. Die Verbesserungen wie größere Sicherheit und vereinfachte Suchfunktionen waren zwar ganz nett, aber sie reichten bei weitem nicht aus, um die Nutzer dazu zu bewegen, ihren alten Computer deswegen gleich aus dem Fenster zu werfen. Paradoxerweise erntet Microsoft jetzt die Früchte ihrer früheren Schwierigkeiten: Der Umsatz des Software-Riesen ist im jüngsten Berichtsquartal so schnell gestiegen wie seit 1999 nicht mehr.

Die anfangs schleppende Nachfrage nach Vista hat Microsoft vielleicht einen Kratzer zugefügt, die PC-Hersteller aber hat sie verwundet und die Produzenten von Komponenten richtig schwer verletzt. Sie hatten heftig investiert, weil sie damit gerechnet hatten, dass es einen Ansturm auf neue PCs geben wird. Das folgende Überangebot ließ die Preise etwa für Speicher-Chips ins Bodenlose fallen.

Aber dieser Preisrückgang hat, zusammen mit dem schwächeren Dollar, den PC-Absatz jetzt doch noch ins Rollen gebracht. Und die PCs sind nicht nur billiger, sie haben zudem aufgrund der sinkenden Chip-Preise auch eine bei weitem größere Speicherkapazität, die es einfacher macht, ein aufgeblähtes Programm wie Vista abzuspielen.

Die weltweiten PC-Auslieferungen haben sich im dritten Quartal um 15 Prozent erhöht, berichtet das Research-Unternehmen IDC. Und die meisten neuen Computer sind mit Vista ausgestattet. Da die Preise für Computer-Komponenten immer noch schwach sind und der Dollar weiter an Wert verliert, kann man davon ausgehen, dass die Aktien von Microsoft noch ein wenig weiter vorrücken werden.

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