Mobilfunkgeräte
Für Handyhersteller sieht es schlecht aus

Research in Motion, Palm und Nokia haben angesichts des rückläufigen Umsatzes bei Mobilfunkgeräten allesamt ihre Prognosen zurückgenommen. Der globale Absatz dürfte im kommenden Jahr zum ersten Mal seit 2001 schrumpfen. Fügt man dem noch sinkende Preise hinzu, dann kommen Schwierigkeiten auf die Handy-Hersteller zu. Die Branche muss vielleicht konsolidieren.

Für die Hersteller von Mobilfunkgeräten sieht es nicht allzu rosig aus. Research in Motion (RIM), Palm und Nokia haben allesamt ihre Prognosen heftig nach unten korrigiert, da sich der Verkauf von Handys abschwächt. Und der globale Absatz dürfte im kommenden Jahr zum ersten Mal seit 2001 schrumpfen. Fügt man dieser Mischung noch fallende Preise hinzu, dann könnte sich letztendlich zwischen den großen Spielern der Branche eine Konsolidierung abzeichnen.

Nokia hatte mit dem düsteren Spiel begonnen, als sie im vergangenen Monat ihre Schätzungen für das vierte Quartal zurücknahm. Die Smartphone-Hersteller Palm und RIM ließen nicht lange auf sich warten. Und das kommende Jahr sieht noch finsterer aus. Die weltweiten Auslieferungen könnten um fünf Prozent fallen, schätzen Analysten der Deutschen Bank.

Doch die Warnung von RIM brachte einen weiteren heiklen Punkt für die Handy-Produzenten ins Spiel. RIM geht davon aus, dass sich die Bruttogewinnspanne gegenüber dem letzten Quartal um fünf Prozent verringern wird, womit sich ein scharfer Trend zu niedrigeren Preisen andeutet. In der Tat haben schon viele Unternehmen die Preise in der Hoffnung gesenkt, dass sie die ohnehin zögerlichen Verbraucher doch noch zu einem Kauf animieren können.

Das Problem ist, dass viele Märkte bereits voll ausgereift sind, und die Durchdringungsraten in mehreren Industrieländern bei über 100 Prozent liegen. Daher müssen sich die Unternehmen den aufstrebenden Märkten zuwenden, um Wachstum erzielen zu können, mit der Folge noch weiter sinkender Preise. Darüber hinaus haben sich heiße Wachstumsregionen wie Russland jetzt merklich abgekühlt, die Zahl der neuen Kunden hat sich dadurch reduziert. Und eine Rezession in den reichen Ländern hat zur Folge, dass weniger Telefongeräte im gehobenen Marktsegment verkauft werden.

Eine solche Abwärtsspirale könnte eine Branchenkonsolidierung unter den führenden Spielern hervorrufen. Wenn sich die Firmen sowohl auf die Massenproduktion billiger Geräte als auch auf die Innovation bei Smartphones konzentrieren, dann könnten gewisse Verbindungen in der Lage sein, noch leistungsfähiger zu werden. Das war 2006 passiert, als mehrere chinesische und japanische Handy-Hersteller von amerikanischen, europäischen und südkoreanischen Unternehmen übernommen worden waren, die sich auf den Emerging Markets vergrößern wollten.

Dieses Mal wird die Ausbeute allerdings geringer sein. Die fünf größten Mobilfunkgerätehersteller kontrollieren 84 Prozent des Markts. Doch die Hand voll Firmen, die die restlichen 16 Prozent ausmachen - darunter Palm und RIM -, ist jetzt vielleicht attraktiver als je zuvor.

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