PepsiCo
Süß genug

PepsiCo hat die Offerte für die restlichen Anteile an seinen beiden Abfüllern, die sich noch nicht im Besitz des Getränkeherstellers befinden, um fast zwei Mrd. Dollar auf nunmehr 7,8 Mrd. Dollar aufgestockt. Damit könnten die Synergien zwar immer noch unterbewertet sein. Doch die Abfüller erhalten die Chance, von einer möglichen Aufwärtsbewegung zu profitieren. Für Übernahmekandidaten mit nur geringen Alternativen ist dies kein schlechtes Ergebnis.
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PepsiCo und seine Abfüller können nun endlich ihre Dosen erheben und auf einen Deal anstoßen. Der Getränkegigant hat seine kombinierte Bar- und Aktienofferte für die Teile der beiden Abfüller, die sich noch nicht in seinem Besitz befinden, um fast zwei Mrd. Dollar aufgestockt. Damit könnten die potenziellen Synergien zwar immer noch unterbewertet werden. Aber die Aktionäre der Abfüller erhalten so die Chance, von möglichen Aufwärtsbewegungen zu profitieren. Für Übernahmekandidaten mit nur wenigen anderen Optionen ist dies kein schlechtes Ergebnis.

PepsiCo hatte das erste Gebot für Pepsi Bottling Group (PBG) und PepsiAmericas (PAS) Ende April abgegeben. Beide Firmen wiesen den Annäherungsversuch zurück. Doch viel Verhandlungsspielraum hatten sie nicht. Pepsi besitzt bereits 33 Prozent an PBG und 43 Prozent an PAS, wodurch Konkurrenzofferten äußerst unwahrscheinlich wurden. Zudem sind die beiden Firmen eng in das Geschäft des Getränkeproduzenten eingebunden. Auf sie entfallen zusammen 80 Prozent des Vertriebs von Pepsico in Amerika.

PepsiCo hat die Offerten nun um 24 Prozent bzw. 22 Prozent erhöht, und die Spitzenmanager beider Abfüllfirmen scheinen einen Abschluss anzustreben. Zudem hat PepsiCo seine Einschätzung potenzieller Synergien um 50 Prozent auf 300 Mill. Dollar angehoben. Das könnte immer noch niedrig gegriffen sein. Analysten haben mögliche Synergien von bis zu 600 Mill. Dollar errechnet. Besteuert und kapitalisiert würden diese zusätzlichen 300 Mill. Dollar den Aktionären der Abfüller einen Wert von weiteren rund zwei Mrd. Dollar einbringen.

Doch da sie teilweise in Form von Aktien bezahlt werden, können die Aktionäre von PBG und PAS immer noch an einer Aufwärtsbewegung teilhaben. Und da die Abfüller bei den Verhandlungen kaum Druckmittel zur Verfügung haben, könnte der Deal für sie gar nicht besser ausfallen. Die Aktionäre scheinen dies auch so zu sehen: Die Aktien der Abfüller kletterten auf ein Niveau, das knapp unter dem Verhandlungspreis liegt. Die Titel von PepsiCo zogen um bis zu fünf Prozent an, nachdem die Transaktion angekündigt worden war. Das Geschäft scheint allen Parteien süß genug zu schmecken.

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