Repräsentantenhaus stimmt zu
US-Rettungspaket: Hanks Haubitze

Das US-Repräsentantenhaus hat den Rettungsplan für die maroden US-Banken im zweiten Anlauf gebilligt, nachdem es ein paar Bonbons erhalten hatte und eine schmerzliche Lektion über das Verhalten der Märkte einstecken musste. Wie die Offerte von Wells Fargo für Wachovia zeigt, reichen für einige Investoren die bestehenden Regierungsinitiativen schon aus. Aber das Notprogramm könnte das Vertrauen stärken, das der Privatsektor braucht, um sein Arbeit verrichten zu können.

Der Plan von US-Finanzminister Hank Paulson zur Rettung des amerikanischen Bankensystems war fast schon überflüssig erschienen. Nachdem das US-Repräsentantenhaus am Montag das Troubled Asset Relief Programme (Tarp) über 700 Mrd. Dollar abgelehnt und damit einen erheblichen Kurseinbruch an den Märkten ausgelöst hatte, hatte sich der Privatsektor mit ersten Lebenszeichen zurückgemeldet. Dadurch erschien die Warnung von Paulson übertrieben, das Schicksal der amerikanischen Wirtschaft hänge von dem Rettungsplan ab.

Da das Tarp am Freitag nun im zweiten Anlauf das Repräsentantenhaus passierte, werden wir nie wissen, ob der US-Finanzminister nur massiv Druck machen wollte und ob die Märkte – zusammen mit den bestehenden aufsichtsrechtlichen Strukturen und den zusätzlichen Liquiditätsschritten der Regierung – es ohnehin hinbekommen hätten. Es lässt sich allerdings kaum bestreiten, dass das Tarp seinen Zweck erfüllt, das Vertrauen wiederzubeleben.

Und doch werden mit jedem Tag, der vergeht, Lösungen sichtbar, die deutlich machen, wie es ohne das Tarp vielleicht noch besser laufen könnte. Zunächst einmal war da die Rettung von Wachovia, der viertgrößten Bank der USA, am Montag. Der Deal verband eine Versicherung des US-Einlageninstituts Federal Deposit Insurance Corp. gegen einige der Verluste von Wachovia mit dem Schauer des Risikos, das Citigroup und ihre Aktionäre eingehen wollten, die willens waren, dem Citigroup-Chef Vikram Pandit zehn Mrd. Dollar in die Hand zu drücken, damit er den Deal durchziehen konnte.

Dann war Warren Buffett, der in der vorhergehenden Woche fünf Mrd. Dollar in Goldman Sachs gesteckt hatte, als Großinvestor bei General Electric eingestiegen. Damit sah sich Mischkonzern in der Lage, weitere 12 Mrd. Dollar an den öffentlichen Märkten einzusammeln.

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