Kolumnen
Rückendeckung für die EZB

Die EZB hat prominente Rückendeckung bekommen - vom Economist. Das ist nicht unwichtig. Denn die britische Zeitung ist eine Art Zentralorgan der angelsächsischen ökonomischen Intelligenz. Oft genug hat der Economist - das gibt er selbst zu - die EZB kritisiert.

Die EZB hat prominente Rückendeckung bekommen - vom Economist. Das ist nicht unwichtig. Denn die britische Zeitung ist eine Art Zentralorgan der angelsächsischen ökonomischen Intelligenz.

Oft genug hat der Economist - das gibt er selbst zu - die EZB kritisiert. In seiner letzten Aussage finden sich auch kritische Töne. Sie betreffen aber nur die Kommunikation der EZB. In einem Punkt stärken die Briten ihr aber den Rücken: in der Geldpolitik. Und das ist schließlich ihre Kernaufgabe.

Angelsächsische Ökonomen vertreten oft die Meinung, die EZB sei zu unflexibel, sollte die Zinsen senken - vor allem für die lahmende deutsche Konjunktur gelten die Zinsen als zu niedrig. Hier sind sich Wall-Street-Leute oft seltsam einig mit SPD-Linken bei uns zu Hause.

Aber der Economist stärkt jetzt der anderen Partei den Rücken: Die EZB hat schon lange sehr niedrige Zinsen, rechnet er vor - daran kann es nicht liegen, wenn die Konjunktur nicht anspringt. Und die Kollegen haben Recht!  Wenn es nur auf die Zinsen ankäme, müssten die Deutschen doch wie verrückt auf Pump einkaufen oder Häuser bauen. Tun sie aber nicht, weil sie langsam begreifen, dass eine Gesellschaft, die viel zu wenig Kinder hat, auf Dauer Probleme bekommt. Und das hat mit Zinsen nichts zu tun...

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