Schon komisch
Der Tod als Geldmaschine

Das Beispiel Michael Jackson zeigt wieder: Bei den ganz Großen ist das Leben nur der kleinere Teil des Geschäftszyklus'.
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Menschen mit viel Ehrgeiz suchen meist im Leben nach einer Bestätigung, dass sie die Besten sind - es geht um Posten, Titel, Vermögen. Alles falsch oder zumindest nebensächlich. Der eigentliche Gradmesser dafür, wer der Größte ist, kommt dummerweise etwas spät im Leben - erst mit dem Tod. Diese unangenehme Erfahrung haben schon Legionen verarmter Künstler machen müssen.

Jetzt hat es den "King of Pop" erwischt. Seit seinem Tod hat Michael Jackson 100 Millionen Dollar "eingespielt", weil Heerscharen nicht von Engeln, sondern realer Menschen seine Musik kaufen und Videoclips herunterladen. Clevere Anwälte und Erben werden dafür sorgen, dass der Geldfluss nicht abreißt. Denn wie gut der Tod als Geldmaschine funktionieren kann, wurde bereits bei einem anderen König vorexerziert, dem "King of Rock": Auch das Elvis-Presley-Erbe wirft noch heute jährlich satte Millionen ab - vielleicht gerade, weil er tot ist, sagen Zyniker. Dumm nur: Als Geschäftsmodell nutzt der Tod immer nur den anderen.

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