Schon komisch
Die Bank gewinnt immer

Was angeschlagene Kreditinstitute von austrocknenden britischen Pubs lernen können.
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Manchmal zwingt die Krise zum Neuanfang und bringt so kreative neue Geschäftsmodelle hervor. Britische Pubs sind schon auf dem richtigen Weg: Sie nehmen künftig auch Pakete an und hoffen, dass die Kunden bei der Abholung noch schnell ein Bier zischen.

Das kann ein Vorbild für krisengeschüttelte Banken sein. Doch bevor sie auf die Idee kommen, ihre Geldautomaten zur Ausgabe von Kondomen zu nutzen oder Kunden mit einem kostenlosen Haarschnitt in die Filiale zu locken, sollten sie sich auf das besinnen, was sie in der Vergangenheit am besten gemacht haben: das Verjubeln von Geld. So spuckt der Kontoauszugdrucker künftig Lotto-Scheine aus - schließlich wird es immer mehr zum Glücksspiel, ob die vermeintlich sichere Geldanlage wirklich eine Rendite abwirft. Und die Schalterhallen eignen sich hervorragend als Kasinos. Investmentbanker werden zu Croupiers umgeschult - Kasino-Kapitalismus in Reinkultur. Der Filialleiter ruft fröhlich: "Faites vos jeux - machen Sie Ihr Spiel." Denn er kennt die alte Roulette-Regel: Die Bank gewinnt immer.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum

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