Schon komisch
Ein Retter für jedes Problem

Es wimmelt in der Regierung von Sonderbeauftragten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
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Es geht wirklich voran: Die Bundesregierung hat schon wieder einen neuen Sonderbeauftragten. Kein Problem bleibt ohne Retter. Der Neue soll den schwelenden Krisenherd Afghanistan und Pakistan austreten, nachdem seine Kollegen schon die russische Zivilgesellschaft, die transatlantischen Beziehungen, die Luftfahrtindustrie, die Werften, die Integration der Migranten und anderes gerettet haben. Immerhin gab es mit Sigmar Gabriel auch schon einmal einen Pop-Beauftragten der SPD. Klar, kleiner Schönheitsfehler ist, dass der neue Beauftragte nur ein "Teil-Beauftragter" ist, nämlich einer des Außenministeriums. Doch wen stört das im Wahljahr schon, wenn man nur mit weiteren Posten am eigenen Profil feilen kann: Wie wäre es mit einem Sonderbeauftragten im Familienministerium zur Geburtenankurbelung? Das Kanzleramt, stets zuständig für den großen Wurf, kann jedenfalls schon ein ehrgeiziges Projekt vorbereiten: die Ernennung eines Sonderbeauftragten, der die Sonderbeauftragten der Regierung koordiniert.

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