Schon komisch
Eine "Bad Bank" für den Papst

Der Heilige Vater hat eine Menge Probleme. Wir haben die Lösung.
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Der morgendliche Blick in die Zeitungen verdirbt dem Chef das Frühstück: Die Blätter werfen ihm vor, er habe sich leichtfertig Risiken ins Haus geholt und setze auf die falschen Berater. Nein, nein, die Rede ist nicht von einem krisengebeutelten Bankmanager, sondern von Papst Benedikt XVI. Der hat mit der Rücknahme der Exkommunikation für die Bischöfe der umstrittenen Pius-Bruderschaft auf einen Schlag genauso viel Kredit verspielt wie viele Finanzmanager. Jeden Tag treffen ihn neue spirituelle Abschreibungen, schon drohen Kirchenaustritte. Das trifft richtig ins Mark.

Um den Exodus zu stoppen, hilft wohl nur die Gründung einer "Bad Church". Nach dem Vorbild der Finanzbranche, die in "Bad Banks" ihre faulen Wertpapiere auslagern will, könnten hier alle toxischen Lehrmeinungen untergebracht werden, die die Einheit der katholischen Kirche gefährden. Der frisch ernannte Weihbischof von Linz hat sich mit ewiggestrigen Sprüchen gegen Homosexuelle schon als Leiter einer "Bad Church" beworben. Eigentlich eine Erlösung für Benedikt.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum

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