Schon komisch
Geld für korrekte Friedhöfe

Ruhe sanft war gestern. Denn Konjunkturprogramme gelten auch für Friedhöfe.
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Darauf weist die "Gütegemeinschaft Friedhofssysteme" hin. Also werden bald die Geräusche der Bagger die Grabesstille zunichte machen.Die Erneuerung von Städten und Dörfern darf nicht an der Friedhofsmauer enden, fordert Hubert Schmitt, der Vorsitzende der Gütegemeinschaft. Friedhöfe seien schließlich ein wichtiger Teil der Stadt- und Dorfgemeinschaft. Denn sie tragen "in gepflegtem und technisch korrektem Zustand zum positiven Erscheinungsbild bei". Die Sanierung und Erweiterung der letzten Ruhestätten ist bisher häufig an fehlenden Investitionsmitteln gescheitert. Aber nun fließt das Geld in Strömen - Dank sei der Finanzkrise.

Nun kann gebaut und umgebaut werden, aus dem Totenacker wird eine blühende Grablandschaft. Krematorien, Kapellen, Grüfte und Grabkreuze geben der Konjunktur einen mörderischen Schub. Und sie tragen dazu bei, dass die Finanzkrise bald zu Grabe getragen wird.

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