Schon komisch
Handtuch auf dem Mond

Die Deutschen sind bereit, auf den Mond zu fliegen. Aber was sollen sie da eigentlich?
  • 0

Da sage keiner, Barack Obama habe keinen Einfluss auf die deutsche Politik. Kaum ist der Charismatiker in Washington an der Macht, entwickeln auch deutsche Politiker wieder Visionen - weit über die Bundestagswahl hinaus. Diesmal sogar bis in den Weltraum. Peter Hintze träumt von einer deutschen Mondmission mit einem ganz schwerelosen Sprachbild: Der Mond könnte "technologisches Sprungbrett für weitere Missionen ins All" werden, meint der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung.

Ein kleiner Schritt für die Politik, aber bald ein großer Schritt für den deutschen Steuerzahler? Klar, die Industrie kann ihre Leistungsfähigkeit wieder einmal beweisen. Hintze tut also seinen Job. Aber haben wir zum 40. Jahrestag der Mondlandung nicht gerade lernen müssen, dass die Teflonpfanne auch ohne Raumfahrtprogramm gekommen wäre? Und warum brauchen wir in der EU eine nationale Mondmission? Aber vielleicht steckt gerade darin das Visionäre: Da Mallorca als Reiseziel unsicher wird, muss man ja irgendwo sein Handtuch ablegen können.

Kommentare zu " Schon komisch: Handtuch auf dem Mond"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%