Schon komisch
Jesus auf Wohnungssuche

Es gibt eine billige Alternative dazu, eine gigantische Statue aufzustellen.
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Der originale Jesus klagte schon einmal, er habe "keinen Ort, sein Haupt niederzulegen". Seine - bisher erst im Planungsstadium befindliche - neuzeitliche Nachbildung findet ebenfalls keinen geeigneten Platz, sich niederzulassen. Oder doch? Die Stadt Kaufbeuren hat jetzt angeblich Interesse angemeldet, nachdem andere Orte, etwa der sicherlich geeignetere "Predigtstuhl", am Widerstand der Anwohner gescheitert sind.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Jesus-Statue von immerhin 55 Meter Höhe. Nach allem, was bisher zu erfahren war, dürfte als Stilkategorie "neuer deutscher Monumentalkitsch" infrage kommen; vielleicht wird ja auch das mal modern. Immerhin müsste sichergestellt werden, dass säkular eingestellte Zeitgenossen den Dargestellten nicht mit King Kong verwechseln.

Den Kaufbeurern sei noch der Tipp gegeben: In Lourdes kommt man ganz ohne Megastatue aus, vielleicht sollten sie es auch mit einem Wunder versuchen. Das ist billig, verschandelt die Landschaft nicht und zieht noch mehr Touristen an

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