Schon komisch
Noch eine neue Steuer

Jedesmal, wenn eine SMS verschickt wird, kassiert der Staat. So läuft das künftig in Kroatien.
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Not macht erfinderisch - auch die kroatische Regierung. Weil der Staatshaushalt wegen der Krise aus den Fugen gerät, müssen zusätzliche Einnahmen her. Da die herkömmlichen Quellen nicht mehr ordentlich sprudeln, hat sich das Finanzministerium in Zagreb etwas Neues einfallen lassen: eine SMS-Steuer. Zusätzlich zu den regulären Kosten werden für jede innerhalb Kroatiens abgeschickte SMS künftig weitere sechs Prozent an Steuern fällig. 60 Millionen Euro pro Jahr will die Regierung damit einnehmen. Das ist auf den ersten Blick nur ein geringer Betrag. Aber für ein kleines Land wie Kroatien mit gerade einmal 4,5 Millionen Einwohnern kommt damit eine recht ordentliche Summe zusammen.

Die meisten Einnahmen aus der SMS-Steuer fließen im Sommer: in der Urlaubszeit, wenn viele ausländische Besucher an den Adria-Stränden liegen und per Kurznachricht von den Ferienerlebnissen Richtung Heimat berichten. Da gibt es nur ein Gegenmittel: besser gleich mit dem Handy telefonieren und auf die SMS verzichten

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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