Schon komisch
Piep, piep, piep

Warum Handys wichtiger als Beziehungen sind.
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Die Basis für manche Fehlentwicklungen beim Menschen wird schon sehr früh in der kindlichen Entwicklung gelegt. So hat ja bekanntlich die Einführung der Mengenlehre in den Mathematikunterricht dafür gesorgt, dass heute kaum mehr ein Banker die Grundrechenarten beherrscht und viele den Umgang mit großen Zahlen völlig verlernt haben. Auch der tägliche Zwang zum Stuhlkreis hat seine Spuren hinterlassen: Überall verhindern heute "runde Tische" und Arbeitskreise ernsthafte Problemlösungen.

Und nun das: Jahrelang haben Erzieherinnen in den Kindergärten ihre Schützlinge vor dem Essen mit dem Spruch "Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb" terrorisiert, statt mit ihnen ein Gebet zu sprechen. Die Folge dieser Konditionierung wird nun offenbar: 97 Prozent aller Jugendlichen können sich ein Leben ohne ihr piependes Handy nicht mehr vorstellen. Bei so viel Obsession bleibt kaum Platz für andere Leidenschaften. So ist nur für 43 Prozent der 14- bis 29-Jährigen der Lebenspartner unverzichtbar. Aber auch das war früh erlernt - sie haben halt alle lieb.kolf@handelsblatt.com

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum

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