Schon komisch
Rotrotgrünschwarzgelb: sticht!

Skat für Spitzenpolitiker: Alles läuft auf einen Grand zu, auch wenn das Blatt eher für Null ouvert spricht.
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Neulich beim Skatabend im Willy-Brandt-Haus: "Ich will spielen", sagt Peer Steinbrück und hält dabei den Blick eisern auf seinen Karten. "Lieber noch mal einen Grand als gar kein Spiel: 18!" Peter Struck zieht an seiner Pfeife, steckt noch einmal zwei Karten um und sagt: "Das sehe ich genauso, das muss nicht das Schlechteste sein. 20!" Er atmet den parfümierten Qualm aus und will von vergangenen Erfolgen erzählen. Franz Müntefering legt sein Zigarillo ab und unterbricht Struck. "Lass mal gut sein, Peter. Stellt euch lieber vor, was eine Kreuz-Flöte mit einem Buben für Folgen hätte!"

"So", denkt sich Müntefering. "Jetzt bekommen die anderen Angst und ich trotz schlechter Karten die Chance aufs Spiel." Frank-Walter Steinmeier schaut ihm über die Schulter ins Blatt und sagt: "Also, ich würde Herz mit Grün und einem Buben spielen." Steinbrück: "Grün heißt beim Skat Pik, und ein Trumpf fehlt dir auch." Ach ja, die FDP. Wenn die doch nur mit Rot und Grün regieren wollte. Bleibt für die Genossen halt doch nur der langweilige Grand: die Große Koalition.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

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