Schon komisch
Virtuell, seit Jahrtausenden

Endlich mal ein Prominenter, der es zugibt: Kardinal Lehmann hat nach eigenem Bekenntnis keine persönliche Erfahrung mit dem Internet. Aber er lässt sich davon erzählen, sagt er.
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Wir wollen nicht spekulieren, wie viele digitale Analphabeten es sonst noch gibt. Wie richtige Analphabeten finden auch sie Strategien, ihre Schwäche zu tarnen. Zum Beispiel, indem sie der Sekretärin Mails diktieren und sich die Antworten ausdrucken lassen. Aber kehren wir zum Kardinal zurück: Der hat berufsbedingt natürlich ein besonderes Gespür für virtuelle Welten. Und bei der virtuellen Welt, für die er von Amts wegen zuständig zeichnet, ist es normal, sie nur vom Hörensagen zu kennen - seit zwei Jahrtausenden.

Wenn er in den Ruhestand geht, will Lehmann aber das Surfen im Web lernen. Dann, im Alter, will er es genau wissen, ist nicht mehr zufrieden mit dem Hörensagen. Der Kardinal kann nur hoffen, dass seine Schäfchen nicht auch eines Tages mit dem Hörensagen nicht mehr zufrieden sind. Mit vorrückendem Alter will man schon genauer wissen, was einen erwartet ...

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