Schon komisch
Vom Pferd erzählt

Was Pferde mit Ecstasy zu tun haben, und warum es schade ist, dass das amerikanische Militär mit seinen Drogen-Experimenten in den 50er Jahren keinen Erfolg hatte.
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David Nutt, der Drogenbeauftragte der britischen Regierung, meint, Ecstasy zu nehmen sei nicht gefährlicher, als ein Pferd zu besteigen. Das wirft Fragen auf: Kann Nutt reiten? Hat er Angst vor Pferden? Hat er seine Aussagen vielleicht unter Drogeneinfluss gemacht? Oder sind die Pferde mit ihm durchgegangen?

Die Aussage gibt zudem Anlass nachzuforschen, worum es sich bei Ecstasy überhaupt handelt. Da erfahren wir, dass ein Herr Köllisch bei der Firma Merck den Stoff zum ersten Mal "synthetisiert" hat. Das war im Jahr 1912. Dann geriet das Zeug in Vergessenheit, leider. Sonst hätte man den Ausbruch des Ersten Weltkriegs noch durch eine internationale Love-Parade aufhalten können.

Das amerikanische Militär entdeckte die Droge in den 50er-Jahren wieder und versuchte, sie als "Wahrheitsserum" einzusetzen. Nicht sehr erfolgreich. Auch schade, sonst wäre es die ideale Politikerdroge - jedenfalls aus Wählersicht. Aber so erzählen die Politiker uns weiter was vom Pferd - einschließlich ihrer Drogenbeauftragten.

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