Schon komisch
Was Rainer und Charles vereint

Rainer Brüderle ist kein Prinz. Aber auch er ist ein Mann der späten Stunde, was die höheren Weihen betrifft.
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Rainer Brüderle - das ist der Prinz Charles der deutschen Politik. Die Zeit, sie zählte in Dekaden, nicht in Jahren, dann erst bekam er den Posten, der ihm quasi per Geburtsrecht zusteht: Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland. Wie der britische Thronfolger vertrieb sich Brüderle die Zeit bis dahin mit abseitigen Beschäftigungen. Vornehmlich im Aufgabenbereich der repräsentativen Landwirtschaft wie dem Ans-Herz-Drücken von Weinköniginnen. Unkomplizierter als Charles: Der Britenprinz nervte derweil mit Vorträgen über Öko-Landbau und fordert gerade in einem Aufsatz in "Newsweek": "Gebt der Natur den Vorrang."

Charles muss noch warten. Brüderle hat es bereits geschafft und widmet sich jetzt epochal wichtigen Aufgaben: China! Rein in den Flieger, Wirtschaftsbosse und Journalistentross dabei, Antrittsbesuch. Genscher-Gefühl genießen. Vielfliegen; an die Mosel ging es immer nur per Dienstwagen die Serpentinen runter. Programm abspulen: Chancen für den Mittelstand, bitte keinen Protektionismus, Markt mit Zukunft.

Der Mann ist versorgt. Und jetzt, Elisabeth, mach mal Platz und gib dem Charles endlich seine Krone!

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