Sears/Lampert
Eddies 8-Punkte-Plan

Hedge-Fonds-Oberboss Eddie Lampert hat erkannt, dass Sears überholt werden muss. Ein erkanntes Problem ist der erste Schritt zur Besserung. Wir bieten Lampert einen 8-Punkte-Plan an, mit dem er den Kreislauf durchbrechen und die amerikanische Einzelhandels-Ikone wiederbeleben kann.

Schritt 1: Sears Holdings in fünf Einzelbereiche zu zerlegen und einen neuen Chef zu suchen, sind wichtige erste Schritte auf dem Weg zur Besserung. Aber das müssen Sie erst einmal ihren Aktionären, Mitarbeitern, Kunden und Zulieferern direkt sagen und ehrlich zugeben: „Hallo, mein Name ist Eddie Lampert und ich bin ein lausiger Einzelhändler.“

Schritt 2: Stellen Sie den besten Einzelhandelsmanager ein, den sie für Geld kriegen können – und dann machen Sie den Weg frei. Diese Person zu finden, wird sicher nicht einfach und auch nicht billig, aber ein Superstar am Steuer würde dem Vertrauen der Investoren und dem Aktienkurs sofort aufhelfen. Und wenn sich dann auch noch wirklich etwas verändern soll, müssen Sie ihm oder ihr freie Hand geben.

Schritt 3: Target hat verschiedene Designer-Kollektionen in begrenzter Auflage, Kohl’s hat Vera Wang. Sears hat…Lands’ End. Folgen Sie Ihren Wettbewerbern: Lässige, kreative Ware lockt eher Kunden an als typische Angebote, die man auch beim Discounter finden kann.

Schritt 4: Überlegen Sie, welche Art von Unternehmen Sie sein wollen: Ein Warenhaus oder ein Discounter? Beides zusammen geht wahrscheinlich nicht. Geben Sie sich eine zukunftsfähige Identität und bleiben Sie dabei. Dann passen Sie Ihr Marketing und die Preisgestaltung ihren Plänen an.

Schritt 5: Sie sind, was Sie sind. Sears ist ein Einzelhandelsunternehmen und kein Hedge Fonds. Und um es Berkshire Hathaway gleich zu tun, braucht es mehr als nur das Geschäft umzubauen, mit dem Cash in der Bilanz herumzuspielen und eine vergleichbare Betriebsstruktur zu schaffen.

Schritt 6: Aktien zurückzukaufen, ist eine nette Idee, wenn man das Geld dazu übrig hat und die Aktionäre das wollen – wenn man billig kaufen kann. Aber wenn Ihre Läden in den Ruf geraten, schäbig zu sein, dann ist es kein Luxus, Geld für die Reparatur undichter Rohrleitungen und die Erneuerung altmodischer Regale auszugeben. Es ist eine Notwendigkeit.

Schritt 7: Buchstäblich: Vergewissern Sie sich, auf welchem Boden sie stehen. Jeder weiß, dass das riesige Immobilienportfolio der Gesellschaft etwas wert ist. Vielleicht nicht mehr so viel wie früher, aber doch immerhin noch eine Menge – und dieses Kapital könnte besser eingesetzt werden, um das Geschäft anzukurbeln.

Schritt 8: Machen Sie Wind. Werbung und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht gegenseitig aus. Wie Warren Buffet 2005 in einem Brief an die Aktionäre geschrieben hat: “Als Berkshire 1996 die Kontrolle bei Geico übernommen hat, lagen die jährlichen Ausgaben für Werbung bei 31 Mill. Dollar. Im vergangenen Jahr haben wir 502 Mill. Dollar erreicht. Und ich kann es kaum erwarten, noch mehr auszugeben.”

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