Short-Sellers
Schlechte Verlierer

Leerverkäufe sind für die Finanzmärkte von grundlegender Bedeutung. Für die meisten spekulativen Blasen tragen letztendlich die Regierungen die Verantwortung, indem sie der Gier der Banker Vorschub leisten. Short-Sellers erfüllen die unbezahlbare Aufgabe, nach dem Platzen der Blasen faule Stellen im System ausfindig zu machen.

Indem die Aufsichtsbehörden die Leerverkäufer verbannen, erschießen sie die Überbringer der schlechten Nachrichten. Short-selling, ob direkt oder indirekt, ist für die Finanzmärkte von grundlegender Bedeutung. Die Regierungen, die durch exzessive Geldschöpfung für die meisten spekulativen Blasen verantwortlich sind, indem sie die natürliche Gier aggressiver Banker anstacheln, sehen sich natürlich nach Sündenböcken um, wenn die Märkte sich drehen. In einem Abschwung allerdings erfüllen Leerverkäufer eine äußerst wichtige wirtschaftliche Funktion, da sie die faulen Stellen im System identifizieren.

Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter hat den Kapitalismus einmal als "kreative Zerstörung" bezeichnet. Ohne Zerstörung wird die Kreativität erstickt, da die Ressourcen für wirtschaftliche Aktivitäten verwendet werden, die keinen Mehrwert mehr einbringen. In einer ideal ausbalancierten Wirtschaft reichen die Erträge aus Innovation und Investitionen gerade aus, um die besten neuen Produkte zu finanzieren, während das Geld teuer genug gehalten wird, um die schlimmsten Verlierer auszuschalten. Aktienspekulanten können die Begeisterung des Markts für Gewinner schaffen und Leerverkäufer zwingen die Verlierer in die Liquidation, wodurch sie Ressourcen für neue Einsatzgebiete frei setzen. Beide haben grundlegende Funktionen.

Während einer spekulativen Übertreibung fließt zu viel Kapital in die Innovation; und auf die Unternehmen, die aufgelöst werden sollten, wird nicht genug Druck ausgeübt. In der Folge blühen die Exzesse - 1999 gab es zu viele wertlose Internet- und Telekomfirmen, 2005 bis 2006 gab es zu viele überzählige und unerschwingliche Häuser. In der Zwischenzeit hatte die Fäulnis eingesetzt - zuerst bei den untauglichen Dotcom-Gesellschaften und bei der überschüssigen Breitbandkapazität, dann bei den Hypothekendarlehen, die nicht mehr bedient wurden und jetzt in der Finanzdienstleistungsbranche, die auf den meisten Gebieten eine enorme Überkapazität vorweist.

Wenn eine Blase platzt, werden die Short-Seller außergewöhnlich aktiv, da an vielen Stellen Fäulnis auszumachen und zu beseitigen ist. Indem sie Technologie-Aktien und Hypothekendarlehen leer verkaufen, vertreiben sie die am wenigsten kompetenten Anbieter aus dem Geschäft und legen das überschüssige Angebot trocken. Indem sie Finanzdienstleister in die Pleite treiben, verringern sie die Kapazität und ermöglichen es den stärkeren Konkurrenten mit besseren Geschäftsmodellen und einem geringeren Verschuldungsgrad Marktanteile aufzusammeln. Quer durch den Markt identifizieren sie Betrug und bestrafen die Täuschung. Gleichzeitig unterstützen sie aber auch die Vorsichtigen und verwunden die überzogen Aggressiven und stellen damit im System wieder ein Gleichgewicht her.

Wenn die Verbote des Short-Selling durch die Regierungen greifen würden, würden sie die Wirtschaft gewaltig schädigen. Glücklicherweise bietet ein Finanzsystem mit aktiven Futures- und Optionsmärkten denjenigen, die die Schwachen herausfiltern wollen, jedoch Alternativen.

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