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Übernahmen: Luxushändler im Sommerschlussverkauf

Die isländische Investmentfirma Baugur ist schon lange hinter Saks her. Und wie ihre jüngste Niedrig-Offerte für die britische Woolworths zeigt, ist Baugur auf der Jagd nach Vermögenswerten im Einzelhandel. Die miserablen Unternehmensergebnisse von Saks und sein sinkender Aktienkurs könnten den Isländern die Chance eröffnen, den US-Luxushändler zu einem Schnäppchenpreis zu ergattern.

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Die isländische Investmentfirma Baugur hat schon lange ein Auge auf Saks Fifth Avenue geworfen. Im vergangenen Oktober hatte Baugur eine Beteiligung über 8,5 Prozent an dem US-Luxuseinzelhändler offen gelegt und angekündigt, über eine Offerte nachzudenken. Seitdem ist Saks, der am besten durch seinen Vorzeigeladen in New York bekannt ist, unter Druck geraten, da die Nachfrage selbst bei seinen wohlhabenden Kunden nachgelassen hat. Seine Aktien haben sich um über 40 Prozent verbilligt und nachdem Saks in dieser Woche über weitere Verluste berichtete, haben die Anleger die Titel noch einmal abgestraft. Damit könnte sich für Baugur die Chance eröffnen, Saks zu einem Schnäppchenpreis zu ergattern.

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Die Isländer kennen sich sowohl mit Modemarken als auch mit Warenhäusern aus. In Großbritannien gehören ihnen führende Designhäuser wie etwa Karen Millen. Im Jahr 2006 hatten sie House of Fraser gekauft, wo sie eine aufwändige Umstrukturierung vorgenommen haben. Nach eigenen Angaben will sich Baugur zudem auf den Einzelhandel konzentrieren, ihre Beteiligungen in den Bereichen Medien, Technologie und Finanzdienstleistungen hat die Investmentfirma verkauft. Jetzt sieht es ganz so aus, als wollte die Firma wieder zu einem Einkaufsbummel aufbrechen. In dieser Woche hat sie bereits eine Niedrig-Offerte für die britische Woolworths vorgelegt, die der Einzelhändler zurückgewiesen hat.

Saks werden derzeit mit rund dem Achtfachen des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen gehandelt, also am unteren Ende der Bandbreite für Einzelhändler der Luxusklasse, die vom Acht- bis zum Zwölffachen reicht, berichtet Lazard Capital Markets. Wenn sich die Verbraucherausgaben wieder erholen, dann rechnet Lazard damit, dass sich Saks-Titel auf bis zu 20 Dollar je Aktie verbessern können - das entspricht dem doppelten des derzeitigen Werts. Wenn es einem Werber gelänge, den Wirkungsbereich von Saks, der sich momentan allein auf die USA beschränkt, zu erweitern, um die Nachfrage nach Luxusgütern aus dem Ausland anzuzapfen - was Baugur mit seinen anderen Bereichen schon gelungen ist -, würden sich auch die Aussichten für den Einzelhändler aufhellen.

Wenn dem so wäre, könnte Baugur einen beträchtlichen Aufschlag anbieten und die Firma dennoch relativ billig kapern. Natürlich setzt dies die Annahme voraus, dass die Einzelhandelsausgaben im oberen Segment wieder Fahrt aufnehmen. Und wie der Bieterkampf für Barney?s New York im vergangenen Jahr gezeigt hat, ziehen Vermögenswerte der gehobenen Klasse immer noch das starke Interesse von Käufern an, die von Investmentfirmen aus dem Mittleren Osten bis hin zu japanischen Einzelhändlern reichen. Vielleicht muss Baugur also auch erkennen, dass Luxus seinen Preis hat.

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