US-Immobilien
Kein Ende der Krise in Sicht

Die Fallgeschwindigkeit der US-Häuserpreise hat sich im Februar zwar abgeschwächt. Doch die Städte mit dem größten Preisverfall ziehen immer noch den Rest des Markts mit nach unten. Die Talsohle ist noch nicht in Sicht.
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Hat der US-Immobilienmarkt der Talsohle erreicht? Die Geschwindigkeit mit der Immobilien an Wert verlieren hat sich im Februar abgeschwächt. Die Preise sind um 2,1 Prozent gesunken, wie am Case-Shiller-Index für zehn US-Städte abzulesen ist. Das hört sich gut an für die vom Immobilienmarkt schwer in Mitleidenschaft gezogenen Banken. Schließlich sind die Immobilienpreise ein maßgeblicher Faktor bei den Belastungstests, denen die größten US-Banken unterzogen werden. Ist die Krise bald vorbei?

Besser heißt nicht gleich gut. Der Rückgang ist vielleicht nicht so dramatisch wie die Verringerung um 2,6 Prozent im Januar. Aber die Zahlen sind nach wie vor schlecht. Gemäß dem Index sind die Preise in den vergangenen zwölf Monaten um 18,8 Prozent gefallen.

Aber seien wir einmal optimistisch und sagen wir, dass sich der Trend fortsetzt und sich die Preise allmählich der Talsohle nähern. Die Verbesserung betrug im Februar die Hälfte eines Prozents, das heißt der Rückgang betrug 2,1 Prozent statt 2,6 Prozent. Jetzt gehen wir davon aus, dass sich das Tempo des Falls im März auf ein Viertel eines Prozents verlangsamt und in diesem Korridor bleibt. Dann hätten sich die Preise bis zum Jahresende um 19 Prozent zurückgebildet und würden damit schlechter ausfallen als die den Stresstests zugrunde liegende Annahme.

Während die Vorstellung, dass der Preisverfall moderater ausfällt, zwar Sinn ergibt - sie können ja nicht auf Null zurückgehen - sind die Belege, dass sie dies tatsächlich tun, schwach. Ein Monat macht noch lange keinen Trend aus, nicht einmal für einen verzweifelten Immobilienmakler. Und der Frühling gehört zu den Jahreszeiten, in denen traditionell die meisten Häuser verkauft werden. Die Preise sind daher gewöhnlich ein wenig widerstandsfähiger als in anderen Monaten.

Und schließlich sind die höchsten Preisrückgänge im Februar vorwiegend in Städten verzeichnet worden, in denen die Preise am meisten gefallen sind. So sind zum Beispiel die Preise für Eigenheime in Phoenix gegenüber ihren Spitzenständen bereits um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Im Februar sanken sie um weitere 4,5 Prozent, meldet der Case-Shiller-Index. Dies scheint darauf zu verweisen, dass sich der Trend noch nicht erschöpft hat. Die Preise für Eigenheime werden irgendwann einmal die Talsohle erreichen. Aber bisher ist sie noch nicht in Sicht.

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