VW-Optionen
Porsche: Wer hat jetzt die Schulden?

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen will, dass Porsche seine Schuldenprobleme löst, bevor der geplante Zusammenschluss beider Autofirmen voranschreitet. Er hat Recht. Porsche steht mit neun Milliarden Euro in der Kreide und hält verschiedene Arten von Optionen, um weitere 20 Prozent an Volkswagen kaufen zu können. Die Zuffenhausener sollten Details ans Licht bringen.
  • 0

Rache ist süß. Man muss nur Volkswagen fragen, die sich letzte Woche mit ihrem Mehrheitsaktionär Porsche im Grundsatz auf eine Fusion verständigt haben. VW hat alle Trümpfe in der Hand, um harte Verhandlungen zu führen.

VW zeigt sich unerbittlich, wenn es darum geht, dass die Schulden der Porsche Porsche-Dachgesellschaft SE von neun Milliarden Euro die eigene Kreditbewertung nicht in Mitleidenschaft ziehen dürfen. Das ist leichter gesagt als getan, doch VW hat einen guten ersten Schritt getan, indem man von Porsche verlangt, mit den zusätzlichen Verbindlichkeiten ins Reine zu kommen, die sich aus den Optionen des Sportwagenbauers auf Volkswagen-Aktien ergeben.

Porsche wollte ursprünglich den größeren Rivalen übernehmen, und monatelange Bemühungen erbrachten schließlich einen 51-Prozent-Anteil an VW. Jetzt aber muss Porsche einräumen, dass man sich übernommen hat und durch die Übernehmebemühungen zu hohe Schulden auftürmte. Daher werkeln die Aktionäre beider Firmen an einer Fusion, die sicher nicht zu Porsches Bedingungen über die Bühne gehen wird.

Porsche benutzte bei seinen Übernahmeplänen größtenteils den Optionsmarkt. Mit verschiedenen, nie ganz enthüllten Strategien erlangte man die Möglichkeit, einen VW-Anteil von mehr als 70 Prozent kaufen zu können. Jetzt haben die Optionen keinerlei Nutzen mehr, doch Porsche dürfte kaum in der Lage sein, sich ihrer kostenfrei zu entledigen.

Seite 1:

Porsche: Wer hat jetzt die Schulden?

Seite 2:

Kommentare zu " VW-Optionen: Porsche: Wer hat jetzt die Schulden?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%