Oliver Stock - Was vom Tage bleibt
Bewährte Feindbilder

Kim bleibt Kim, Mehdorn bleibt Mehdorn, und Rolf Breuer muss sich auch nicht häuten.
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Guten Abend Ihnen allen,

Intaktes Feindbild

Kim ist tot, es lebe Kim. Nach dem Tod seines Vaters hat der Sohn in Nordkorea die Macht übernommen und gleich mal eine Rakete zur Amtsübernahme abgeschossen. Ob das die zeitgemäße Form von Salutschuss ist oder eine Demonstration, dass alles bleibt, wie es war? Auf jeden Fall nimmt sich das Regime vor, erst einmal die Welt nicht durch Neuigkeiten zu erschüttern. Und in einem gewissen Sinne ist es ja auch gut für die Welt, wenn der ihr Feindbild nicht so schnell abhanden kommt.

 

Muskeln gesucht

Außerdem bringt die nordkoreanische Erbfolge Abwechslung ins Euroeinerlei. Das sieht, Stand heute Abend, so aus: Mario Draghi, EZB-Präsident, will nicht mehr weiter Staatsanleihen kaufen und der Internationale Währungsfond hat Mühe, sein wichtigstes Mitglied USA davon zu überzeugen, dass Europa kreditwürdig ist und Geld vom IWF erhalten darf. Beide Nachrichten laufen darauf hinaus, dass die Schuldenländer in der Eurozone, ihre finanziellen Angelegenheiten selbst regeln sollen. Das ist gut gedacht, nur leider, leider sind die Länder dazu nicht mehr in der Lage. Auch wenn Spanien heute ein 16,5 Milliarden Euro schweres Sparpaket vorgestellt hat, wird es eng, denn eines ist eben klar: Muskeln lassen sich nicht anhungern. Doch Stärke ist gefragt.

 

Morgenland hilft Air Berlin

Gesundhungern will sich auch Hartmut Mehdorn nicht. Der Mann, der erst bei Heidelberger Druckmaschinen in die Vollen ging, was heute dort noch immer für leere Kassen sorgt, der dann der Bahn ihr unvergleichliches Image verpasste, um schließlich nun Air Berlin vor dem Absturz zu bewahren, konnte heute den Einstieg von der Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dabi bekannt geben. Kennt die jemand? Macht nichts, Hauptsache das Geld stimmt. Damit ist es aber nicht getan: Air Berlin verbrennt derzeit mehr Geld, als es verdient und zur Schuldentilgung braucht. Das kann nicht gut gehen, und das muss Mehdorn ändern. Ob mit Partner oder ohne.

 

Freispruch zweiter Klasse

Und dann ist da noch Rolf Breuer, der ehemalige Chef der Deutschen Bank. Er hat heute ein Strafverfahren wegen Prozessbetrugs gegen sich selbst abgewendet. Zu untersuchen war, ob er das Gericht in seiner zivilen Auseinandersetzung mit den Erben des Kirchkonzerns belogen hatte. Die Richter sagen nicht: "Hat er nicht." Sie sagen: "Zahle 350 000 Euro und wir reden nicht länger darüber." Ein Freispruch hört sich anders an.

 

I-Catcher in Sicht

So, und bevor Sie jetzt losgehen und doch noch ein Fernsehgerät als Weihnachtsgeschenk einkaufen, möchte ich erwähnen, dass sich die Gerüchte verdichten, Apple plane den Bau eines selbigen. Eine Art Ipad für die Wohnzimmerwand also. Nachdem iPhone, dem iPod und dem iPad so etwas wie den I-Catcher also. Wahrscheinlich wollen das Ding wieder alle haben und Sie ärgern sich, wenn sie jetzt schon einen gekauft haben. Deswegen heißt die Devise: abwarten!

 

Bleiben Sie geduldig heute Abend

Oliver Stock      

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " Oliver Stock - Was vom Tage bleibt: Bewährte Feindbilder"

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    GUTEN ABEND...GUTE NACHT..
    ............................
    ............................
    offensichtlich war es der auftrag,
    die leere seite mit "inhalt" zu füllen..
    ..
    diese aufzählung von bekannten informationen
    sollte DER BILDZEITUNG überlassen bleiben..!!
    ..
    ich hoffe, dass herr stock zukünftige artikel
    vor veröffentlichung querlesen lässt..
    ..
    ..
    ich bleibe geduldig und hoffe auf lernfähigkeit
    und einsicht ihres herrn stock..
    ..
    ..
    mfg
    oldendorp

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