Was vom Tage bleibt
An die Kassen, fertig, los!

Die deutsche Wirtschaft lahmt, an der Börse ist die Stimmung auch gedrückt und die Konflikte in Ukraine und Syrien finden kein Ende. Zumindest eines der Probleme kann ein Shopping-Ausflug mindern. Der Tagesrückblick.
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Guten Abend,

Deutschland, bummle!
Rekord-Steuereinnahmen und stolze Beschäftigungszahlen drohen ein Ende zu finden: Die großen Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für das kommende Jahr deutlich reduziert – von zwei auf 1,2 Prozent. Die lahmende Wirtschaft anderer Euro-Länder frisst sich nach Deutschland durch. Angesichts bereits extrem lockerer Geldpolitik hilft jetzt eigentlich nur noch die amerikanische Lösung: Konsumieren Sie. Auf zum Einkaufsbummel!

Börsenabgang
Der Dax ist diese Woche zeitweilig unter die 9000-Punkte-Marke gefallen, die neu auf den Markt gebrachte Aktie des Online-Schuh- und Modehändlers Zalando liegt weiter einige Euro unter ihrem Ausgabewert. Das drückt die Stimmung und anderen Börsenkandidaten kommen bereits Zweifel, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um ebenfalls auf Verkaufstour zu gehen. So entpuppt sich der vermeintliche Turbo Zalando als Spaßbremse. Das zieht einem doch glatt die Schuhe aus.

Wirtschaftspolitik aus der Lamäng
Russland hat sich durch seine Politik rund um den Konflikt in der Ostukraine ein Embargo eingehandelt – und blockiert im Gegenzug Lebensmitteleinfuhren. Das macht Produkte teurer, noch dazu purzelt der Rubel weiter, was auch die erlaubten Importe teurer macht. Die Antwort? Sie scheint in einem verordneten Preisstopp zu liegen. Was Putin in Wahrheit viel lieber stoppen würde: den freien Fall des Ölpreises.

Kampf ohne Ende
Die Schlacht um die syrische Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei tobt weiter. Die IS-Kämpfer stecken nicht auf – trotz des Aufmarsches türkischer Panzer an der Grenze und weiterer Luftangriffe durch westliche Nationen unter US-Führung. Noch hat der Konflikt die Aufmerksamkeit des Westens. Doch wie geht es weiter, wenn das Interesse bald erlahmt ist? Kann IS dann neue, unheilvolle Kraft schöpfen? Das ist leider zu befürchten.

Einen ruhigen Abend wünscht

Ihr

Martin Dowideit

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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