Was vom Tage bleibt
Deckung: Griechenland fliegt uns wieder um die Ohren

Die griechische Krise kehrt zurück. Altkanzler Schröder hat schon Amnesie. Mit dem Gefällt-mir-nicht-Knopf bei Facebook wird es nichts. Das sollten Sie heute gelesen haben
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Absteiger des Jahres I
Griechenland-Krise reloaded: Die Staatsanleihen des Landes rauschen nach unten. Die Rendite, die letztlich das Risiko eines Ausfalls misst, geht durch die Decke. Das Land wird uninvestierbar, sagen die Geldgeber. Das Land wird unregierbar, sagen die Politiker, die einen Linksrutsch bei den Wahlen befürchten. Das Land zählt nicht zu den Aufsteigern des Jahres 2014 – so viel können wir jetzt schon feststellen.

Absteiger des Jahres II

Zu den Absteigern des Jahres zählt ohne Zweifel der Ölpreis. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI kostet jetzt weniger als 60 Dollar. Für uns ist das ein Weihnachtsgeschenk. Russland, Nigeria oder Venezuela muss es dagegen eher wie eine Rute vorkommen. Dort fällt die Bescherung dieses Jahr jedenfalls aus.

Hohle Köpfe I

Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes marschieren neuerdings unter der Abkürzung Pegida scharenweise durch deutsche Städte. Ich glaube nicht, dass die Abkürzung dereinst in die Geschichtsbücher eingehen wird. Die Weisheit: „Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus“ hat dagegen Chancen, die Erkenntnis des Jahres zu werden, jetzt, wo es so viele Beispiele dafür gibt.

Hohler Kopf II
Gerhard Schröder musste heute in Düsseldorf vor dem Untersuchungsausschuss zu den Taten der untergegangen WestLB Rede und Antwort stehen. Es geht um längst vergangene Deals, die vielleicht nicht ganz sauber waren. Schröder kann sich daran nicht erinnern. Er ist der nächste Altkanzler, den der Gedächtnislückenvirus befallen hat. Angela Merkel sollte sich vor dieser tückischen Krankheit in Acht nehmen.


Ramelow und der Stein der Weisen
Bodo Ramelow, der linke Ministerpräsident von Thüringen, hat heute erklärt, wie er regieren möchte. Er wolle „eine solide und vorrausschauende Haushalts- und Finanzpolitik betreiben“. Die finanzielle Situation der Kommunen verbessern, sozial Benachteiligte fördern, Theater und die Bildung voranbringen. Der Mann muss den Stein der Weisen gefunden haben, der macht ja bekanntlich alles zu Gold. Hoffentlich kennt er auch den aktuellen Goldkurs.

Keine Chance für Dislike

Seit Jahren wünschen sich die meisten Nutzer bei Facebook einen Knopf mit dem sie nicht nur ihre Zustimmung, sondern auch ihr Missfallen ausdrücken können. „Like“ und „Dislike“ sozusagen. Mark Zuckerberg will sich diesen Wunsch jetzt noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Das Ergebnis wird sein: Er lässt die Finger davon. Für Facebooks Werbekunden und damit die einzigen, die Geld in Zuckerbergs Kasse bringen, ist der Gefällt-mir-nicht-Knopf nämlich die reinste Horror-Vorstellung.


Ein frohes Wochenende ohne Missfallen, wünscht Ihnen

Oliver Stock

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Deckung: Griechenland fliegt uns wieder um die Ohren"

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  • Als GRÜNER Deutsche Hasser werden wir auch dich bald abholen.

  • Hohle Köpfe??!!!Ja, ja beleidigt uns Bürger ruhig weiter, ihr von den Medien. Erschreckend wie der Islam auch hier in Deutschland medieal verteidigt wird. Ich nehme an das das Bisherige alles Evangelien waren. Wenn halt die eine oder andere islamische Hässlichkeit, macht es doch wie immer. Nicht davon namentlich berichten. Das lässt Übles ahnen uns von den Medien auf uns zukommt.
    Ein zukünftiger Hohlkopf.

  • 10000 hohle Köpfe in in der sächsischen Landeshauptstadt, die dann wundersamerweise von nur einer Ide ausgefüllt werden, ist schon erschreckend...

    Die hohlen Köpfe von Bernd Lucke, Frauke Perty und Konrad Adam, wobei letzterer ein Journalisten- Kollege von Hern Stock war sind nun ein besonderes Zeichen und besonders hohl.

    Im Ernst Herr Stock, ich habe schon bessere Kommentare von Ihnen gelesen... als diesen hohlen.

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