Was vom Tage bleibt
Der 200-Millionen-Euro-Mann

Eine Rüstungsfusion versetzt manchen Politiker in Aufregung, die chinesische Börse sendet Alarmsignale – und ein Manager verdient vor Gericht mehr als während seiner ganzen Karriere. Der Tagesrückblick.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Euro-Panzer

Kampfflugzeuge baut Deutschland bereits gemeinsam mit Frankreich und bald eben auch Panzer. Krauss-Maffei Wegmann – Hersteller des „Leopard“-Kampfpanzers – und der französische Konkurrent Nexter dürften am Mittwoch ihren Zusammenschluss bekanntgeben. Der ein oder andere deutsche Politiker grummelt, weil er etwa den Verlust von Schlüsseltechnologien fürchtet. Das ist wenig weitsichtig.

Auf fallende Messer achten

Der Kurseinbruch in China hat sich am Dienstag fortgesetzt, wenn auch mit deutlich geringerem Tempo als am Montag. Die Kursbewegung erinnert an das Platzen anderer Aktienblasen. Doch es gibt auch Experten, die rufen: Kauft jetzt! Was mich dabei beruhigt: Deutschen Kleinanlegern ist nichts ferner als ein Direkteinstieg in chinesische Aktien. Dennoch sollten sie darauf achten, ob sich das fallende (Aktien-)Messer nicht in Liebgewonnenes bohrt. Denn auch Klassiker im Depot wie Daimler oder BASF hängen am chinesischen Markt.

Der 200-Millionen-Euro-Mann

Der ehemalige Geschäftsführer der Kirch-Mediengruppe, Dieter Hahn, hat an einem Vergleich mit der Deutschen Bank wegen der Insolvenz des TV-und Film-Imperiums kräftig mitverdient. 200 Millionen Euro hatte er eingestrichen. Und damit ist im nicht enden wollenden Streit zwischen Kirch-Erben und Deutscher Bank doch mal etwas Interessantes zu Tage getreten. Am besten verdienen lässt sich vor Gericht.

Blick in ratlose Gesichter

Das Weiße Haus hat Aufnahmen aus den Stunden nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 veröffentlicht. Gemacht hat sie der Fotograf des damaligen Vize-Präsidenten Dick Cheney. Die Bilder zeigen eine ratlose und müde Truppe in Besprechungsräumen im Weißen Haus. Dennoch wecken die Fotos Erinnerungen – und machen klar, wie dieser Tag noch immer die Weltpolitik beinflusst.

Ein Fensterchen öffnen

Das neue Windows kommt morgen – das Betriebssystem von Microsoft, das den Arbeitsalltag von vielen Millionen Deutschen bestimmt. Die neue Version heißt „Windows 10“, die Nummer 9 überspringt der Konzern. Das soll deutlich machen, wie anders die neue Software ist. Ist die Adaptionsgeschwindigkeit in deutschen Unternehmen so rasant wie in der Vergangenheit, könnte es aber neun Jahre dauern, bis sie davon im Büroalltag etwas merken. Vielleicht auch zehn Jahre. Vielleicht sind Sie ja zu Hause schneller?

Einen ruhigen Abend wünscht

Martin Dowideit

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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