Was vom Tage bleibt
Die Quoten müssen kommen

Die EU will Flüchtlinge per Quote auf Europa verteilen, eine Journalistin tritt Flüchtlinge. Richter stoppen Lufthansa-Streik, McDonald's nimmt nur Freilandeier und Apple präsentiert ein neues iPhone. Der Tagesrückblick.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Nicht immer nur wir

Alles hat seine Grenzen. Aktuell gibt es in Deutschland zwar Reserven und wir können noch weitere Flüchtlinge aufnehmen. Aber eben nicht unendlich. Ein erster Schritt zur Begrenzung besteht schon einmal darin, dass Migranten vom Balkan kein automatisches Bleiberecht mehr bekommen. Ganz anders sieht das mit den Kriegsflüchtlingen aus Syrien und dem Irak aus. Sie brauchen auf jeden Fall Unterstützung. Deutschland kann aber auch nicht zwei Millionen Syrer aufnehmen, dann bricht hier das öffentliche Leben zusammen. Alle EU-Staaten müssen entsprechend ihrer Größe Flüchtlinge aufnehmen. Nur dann kann die ganze Sache gelingen.

Fehltritt

Eine ungarische Journalistin tritt Flüchtlingskinder. Eine unglaubliche Geschichte, die sich da im Grenzgebiet zu Serbien zugetragen hat. Wo ist in Ungarn die Unparteilichkeit der Journalisten geblieben? Wo die Unabhängigkeit, wo die Distanz? Der Fall der Journalistin steht zwar nur für einen ganz kleinen Ausschnitt aus dem Ungarn von heute. Aber irgendetwas läuft falsch in diesem Land. Ausgerechnet Ungarn, das 1989 mit der Grenzöffnung zu Österreich der Freiheit so einen unglaublich großen Dienst erwiesen hat.

Richter mit Weitblick

Damit hatten bei der Lufthansa wohl auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet: Das hessische Landesarbeitsgericht stoppt den Streik der Piloten. Eine absolut richtige Entscheidung. Denn den Piloten geht es in erster Linie darum, den Umbau des Lufthansa-Konzerns zu stoppen – und nicht um Lohn und Altersversorgung, die klassischen Ziele in einer Tarifauseinandersetzung. Wenn sich ein Unternehmen schon keine neue Struktur mehr geben darf – was geht dann überhaupt noch?

Nur noch ganz frisch

In den USA geschehen noch Zeichen und Wunder. McDonald’s will in seinen nordamerikanischen Filialen künftig Eier von Freiland-Hühnern verwenden. Vor ein paar Jahren wäre so etwas undenkbar gewesen. Schmecken sie vielleicht doch besser? Amerikaner kritisieren gern die Deutschen für ein vermeintlich übertriebenes Natur- und Umweltbewusstsein. Aber manchmal lohnt es sich vielleicht doch, früher auf die Deutschen zu hören. Hierzulande verwendet McDonald's schon lange Freilandeier – seit 1999.

Schon wieder etwas Neues

Gespannt sind wir allemal, was heute Abend im Silicon Valley passieren wird. Wie bei jedem großen Apple-Ereignis läuft die Gerüchteküche auf Hochtouren. Der US-Konzern wird wahrscheinlich eine neue iPhone-Variante präsentieren – noch etwas schicker, leistungsfähiger, luxuriöser. Und wahrscheinlich werden wir alle auch dieses neue iPhone kaufen wollen, der Apple-Hype ist lange nicht vorüber. Weil die Amerikaner ganz einfach gute Sachen machen.

Heute Abend gibt es das neue iPhone noch nicht, freuen Sie sich deshalb über die Funkstille. Herzliche Grüße aus Düsseldorf von

Stefan Menzel

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Die Quoten müssen kommen"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Zitat: "Wo ist in Ungarn die Unparteilichkeit der Journalisten geblieben? Wo die Unabhängigkeit, wo die Distanz? "

    Wahrscheinlich dort hin gegangen, wo auch die der deutschen Journalisten hin ist:
    Vor die Hunde gegangen.......

    Da braucht schon etwas mehr Chuzpe um als deutscher Mainstreamschreiber solche arroganten Fragen zu stellen.
    ......aber im sich selbst erhöhen haben deutsche Gutmenschen ja genügend Übung.

  • "Die EU will Flüchtlinge per Quote auf Europa verteilen"
    Die werden dem Merkel was husten, letztendlich kommen doch alle zu uns, weil sie so freundlich eingeladen wurden.

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