Was vom Tage bleibt
Es hätte auch andere treffen können

Nicht nur Malaysia Airlines flog über der Ostukraine, auch die Lufthansa. Hessen erhöht die Grunderwerbsteuer, eine Sparkasse stimmt neue Töne an und ein Großer verlässt die Nationalmannschaft. Der Tagesrückblick.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

 

Eine neue Gefahr

 

Für die Passagiere an Bord, für die Angehörigen und für die Fluggesellschaft Malaysia Airlines ist der Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine tragisch. Eiskalt den Rücken herunter laufen dürfte es auch allen Passagieren, die mit Lufthansa, Qatar Airways und einigen anderen Fluggesellschaften in den vergangenen Wochen aus Mitteleuropa von oder nach Südostasien geflogen sind. Denn auch sie hätten Opfer einer Rakete werden können. Denn in über 10.000 Metern war der Luftraum über den umkämpfen Regionen in der Ukraine freigegeben. Andere Airlines hatten die Region schon vor dem Abschuss gemieden, während die Lufthansa die Sicherheitslage zuletzt noch anders bewertet hatte. Mehr Informationen in unserem Live-Blog zum Absturz.

 

Fans teurer Immobilien

Über die steigenden Preise von Eigentumswohnungen und Häusern freuen sich vor allem die Finanzminister der Bundesländer. Die Grunderwerbsteuer sprudelt – und die Regierungen drehen auch noch freudig an dieser Preisschraube. In Hessen steigt der Wert jetzt sogar schon zum 1. August – statt wie bisher gedacht zum 1. Januar 2015 –– auf sechs Prozent. Nur Schleswig-Holstein ist noch gieriger. Ab sofort heißt es: Schaffe, schaffe, schaffe, schaffe, schaffe, Häusle kaufe.

 

Neue Tonart

 

Wenn Sparkassen-Vorständer über Scala reden, denken sie nicht an Opern. Schrille Töne gibt es dennoch – meistens vor Gericht. Denn der Mitte der 90er-Jahre von der Sparkasse Ulm angebotene S-Scala-Sparplan bringt den Kunden heute so gute Zinsen, dass die Bank das Angebot rückgängig machen will. Vielen Tausend Kunden wurde ein Abschied von dem Produkt schmackhaft gemacht, andere wehren sich gegen das Drängen. Der Chef der Kasse änderte heute die Tonlage: „Wir haben nicht beabsichtigt, Verträge zu kündigen, wir haben keine gekündigt und aus heutiger Sicht haben wir es auch nicht vor.“ Aber auch hier gilt: Die Oper ist erst zu Ende, wenn die dicke Frau gesungen hat.

 

Steuer auf Gespartes

 

Auch in Spanien sorgt Gespartes für Schlagzeilen. Die Regierung hat eine Steuer auf Bankguthaben eingeführt. Die Steuer ist zwar niedrig, soll aber dennoch 400 Millionen Euro einbringen. Etwas mulmig darf einem bei dieser Meldung werden.

 

So geht der Lahm, der Lahm geht so …

 

Das Bild des muskelbepackten italienischen Stürmers Mario Balotelli ging 2012 um die Welt. Ohne Trikot präsentierte er sich nach einem seiner beiden Tore, die das Aus für die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft bedeutet hatten. Neben ihm: ein enttäuschter niedergeschlagener Philipp Lahm. Heute hat der deutsche Verteidiger seinen Rückzug aus der Nationalmannschaft verkündet. Denn die Schmach von 2012 ist durch den Sieg bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr getilgt. Ein großer Abschied!

 

Ein sonniges Wochenende wünscht

Martin Dowideit

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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