Was vom Tage bleibt
Es lebe die Inflation

Draghi kämpft für die Inflation. Die AfD spekuliert sich irgendwann in die Pleite. Die „lahme Ente“ Obama ist putzmunter. Russland eröffnet eine Propagandamaschine am Potsdamer Platz. Das sollten Sie heute gelesen haben.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Wenn Preistreiber zu Supermännern werden

Mario Draghi wird mehr und mehr zum Supermann. Er will die schwache Teuerung wenn nötig mit allen Mitteln anheizen. „Wir werden das tun, was wir tun müssen, um die Inflation und die Inflationserwartungen so schnell wie möglich zu erhöhen, wie es unser Auftrag verlangt", hat er heute gesagt und damit die Börse in Erregung versetzt. In was für einer Welt wohnen wir, in der Männer deswegen super sind, weil sie die Preise nach oben treiben?

Die AfD und das liebe Gold

Die Erlöse aus dem Goldhandel, den die Alternative für Deutschland betreibt, dürfen der Parteikasse zugutekommen. Die Bundestagsverwaltung hat das geprüft und für in Ordnung befunden. Allerdings findet Bundestagspräsident Lammert, dass das ganze eine Lücke im System sei, die er dringend schließen will. Die Frage ist jetzt, ob erst das Gesetz geändert wird, oder erst die Goldanleger pleite sind, weil das Metall nichts mehr kostet. Oder sich doch die AfD noch vorher zerfleischt hat.

Muntere lahme Ente

Wenn Barack Obama eine „lahme Ente“ ist, dann hat vielleicht jemand vergessen ihm das zu sagen. In der Einwanderungsfrage watschelt er jedenfalls nicht, sondern er fliegt. Obama arbeitet bereits an seinem Denkmal. Er wäre nicht der erste Präsident der Vereinigten Staaten, der es sich von Einwanderern errichten lässt.

Ortsbesuch im Propagandaraum

Ortsbesuch am Potsdamer Platz: Hier sitzt eine der größten internationalen Nachrichtenredaktionen, nämlich die von Russia Today. Der Kanal sendet seit ein paar Tagen auf Deutsch. Aktuell geht er der Frage nach, ob Islamisten und Neonazis in Deutschland eine strategische Allianz bilden wollen. Das ganze ist so subversiv, dass diejenigen, die dort arbeiten, ihren Arbeitgeber verleugnen. Nein, Russia Today habe hier nicht seinen Sitz, sagt eine der Mitarbeiterinnen, die vor dem Redaktionsraum auf unseren Kollegen trifft. Journalisten, die sich selbst verleugnen, sind Propagandisten. Wir haben gelernt, nicht auf sie zu hören.

Ein entspanntes Wochenende wünscht Ihnen

Oliver Stock

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Es lebe die Inflation"

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  • Sehr geehrter Herr Stock,

    Inflation ist die gesetzlich legitimierte Enteignung des Sparers. Das dürfte jedem, der etwas Hirn hat klar sein.
    Jemand (und alle die das unterstützen) der bewusst Inflation betreibt gehört somit aus dem Amt gejagt.
    Zudem sollte man (als Deutscher) nicht immer nur den Preis in US-Dollar sehen sondern in unserer "tollen" Euro-Währung. Rechnen Sie einfach (nicht auf Basis der Höchststände) mal nach.....

  • Obama ist keine lahme Ente.
    Er ist ein mit goldenem Löffel im Schnabel geborener Tölpel.
    Seine künstlich-schwülstige Vernebelungstaktik mit pseudosozialem Nachgeschmack beeindruckt nur Toddler.

  • Eines ist sicher, sollten die Bemühungen von Herrn Draghi erfogreich sein, die Infaltion zu befeuern, wird der Goldpreis in die Höhe schießen, wenn gleichzeitig die Zinsen da bleiben wo sie sind.

    Dass Gold keine Zinsen erwirtschaftet, dieses Argument ist eh obslet geworden, wie jeder halbwegs intelligente Mensch erkennen kann.

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