Was vom Tage bleibt: Für wen Peers Werk Pflichtlektüre ist

Was vom Tage bleibt
Für wen Peers Werk Pflichtlektüre ist

Steinbrück gibt sich geläutert. Tsipras bekommt keinen Termin bei Juncker. Deutschland führt die Quote ein und Harrison Ford gibt sich als Stuntman in der Realität. Was heute wichtig war.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Steinbrücks erster Leser
Wer eine Wahl gewinnt, regiert. Wer eine Wahl verliert, schreibt ein Buch. Peer Steinbrück stellt seines nächste Woche vor. Eine Einsicht daraus drang schon heute durch: Die Kandidatur, räumt der Verlierer von 2013 ein, sei ein Fehler gewesen. Genosse Sigmar sollte Peers erster Leser sein.

Tsipras verbreitet Hoffnung
Der griechische Regierungschef Tsipras bekommt keinen adhoc-Termin beim EU-Präsidenten. Aus dieser Nachricht lassen sich zwei Informationen ablesen. Erstens: Tsipras hat ein Problem. Zweitens: Juncker will es nicht lösen. Der Schluss, das Griechenland doch noch aus dem Euro holpern könnte, ist erlaubt. Für viele Europäer hat er sich inzwischen zum Hoffnungsschimmer entwickelt.

Tüte und Quote
Der Bundestag hat die Frauenquote beschlossen und der Drogeriemarkt dm verteilt keine kostenlosen Plastiktüten mehr – auch keine kitzekleinen. Was beides miteinander zu tun hat? Nichts. Nur dass hier jeweils Selbstverständlichkeiten geregelt werden, weil es sonst einfach nicht funktioniert.

Die Türkei ist nicht Charlie
Die Türkei hat ausgerechnet den Zugang zur Website von Charlie Hebdo gesperrt. Sie könnte die religiösen Gefühle der Türken verletzen. Deutlicher hätte das Land nicht zeigen können, dass es zu Europas Fundament keinen Zugang findet.

Goodbye Songcontest
Andreas Kümmert sollte Deutschland beim Eurovision Songcontest vertreten, weil er der beste Sänger ist. Jetzt ist er abgetaucht, wahrscheinlich weil ihm der Rummel nicht liegt. Ich glaube, der Künstler ist in Wahrheit ein kühler Rechner: Alles außer Platz eins hätte ihm weniger Aufmerksamkeit bechert, als der Korb, den er jetzt dem Contest gegeben hat.

Wahnsinns-Stunt
Harrison Ford ist mit seinem Flugzeug abgestürzt und nur mit einigen Schrammen aus dem Wrack geklettert. Der Mann ist mit seinen 72 Jahren offenbar noch immer ein hervorragender Stuntman.

Ein stuntfreies Wochenende wünscht Ihnen

Oliver Stock

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Für wen Peers Werk Pflichtlektüre ist"

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  • Monroe -

    http://cdn4.spiegel.de/images/image-820223-breitwandaufmacher-jyyx.jpg

    Am Hintern noch die Abdrücke von Kennedy zu erkennen.

  • Ja wir sind unheimlich stolz auf die Unternehmen mit deutschem Namen.

    Mehr haben sie auch nicht mit Deutschland zu tun.

  • Harrison Ford ist mit seinem Flugzeug abgestürzt und nur mit einigen Schrammen aus dem Wrack geklettert. Der Mann ist mit seinen 72 Jahren offenbar noch immer ein hervorragender Stuntman.
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    Einen schönen guten Abend lieber Herr Stock,

    Herr Ford ist nicht abgestürzt, sondern er ist auf einem Golfplatz not(bruch)gelandet, weil nach dem Start sein Motor ausfiel. Da war viel Glück dabei, denn man braucht schließlich eine ausreichend große freie Fläche zum Landen.

    Auch schade, dass Sie in ihrer Glosse nicht den weiteren Kursverfall des Euros erwähnt haben, 1,60 % gings heute weiter abwärts, Stand bei 1,09 €/US. Bis Juni sollten wir die 1,00 €/US erreicht haben, vielleicht gehts auch viel schneller. Die Exporte jubeln, unsere Handelsbilanzüberschüsse steigen immer weiter, aber mal so richtig scheisse für den Geldbeutel des deutschen Bürgers, bald kann der sich nämlich die schönen elektonischen Spielzeuge aus Nichteuroland nicht mehr leisten, weil unbezahlbar, aber nur weiter so.
    Inlandsnachfrage und Kaufkraft schaffen wir einfach ab, wir haben ja unsere Exporteure, denn gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter.
    Ihnen noch einen schönen Abend.

    Mit freundlichen Grüßen

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