Was vom Tage bleibt Gebt Athen etwas Luft zum Atmen

Griechenlands Regierungschef zeigt unerwartete Einsicht, deutsche und Schweizer Politiker fördern die Steuerhinterziehung und ein nackter Prinz Harry zeigt seine Kronjuwelen. Der Tagesrückblick
12 Kommentare
Florian Kolf ist Managing Editor des Handelsblatts.

Florian Kolf ist Managing Editor des Handelsblatts.

Wunderschönen guten Abend,

Not fördert die Einsicht

So vernünftige Worte hätte man dem Hitzkopf und Scharfmacher Antonis Samaras gar nicht zugetraut, aber wahrscheinlich fördert die Not die Einsicht. "Wir fordern kein zusätzliches Geld. Wir stehen zu unseren Verpflichtungen und zur Erfüllung aller Vorgaben. Alles was wir brauchen, ist etwas Luft zum Atmen", sagte der griechische Regierungschef der Bild-Zeitung. Klar will er Schönwetter machen vor seiner Betteltour durch Europa. Aber Angela Merkel und ihre Amtskollegen aus den anderen Geberländern sollten ihn beim Wort nehmen - und ihm im Gegenzug etwas mehr Zeit geben. Davon dürften letztlich alle profitieren.

Beihilfe zur Steuerhinterziehung

Seit der damalige Finanzminister Peer Steinbrück die Schweiz mit Indianern verglichen hat, denen man mit der Kavallerie drohen müsse, ist der deutsch-schweizerische Steuerstreit begleitet von starken Worten. Nun hat ausgerechnet die sonst eher zurückhaltende schweizerische Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf noch einen draufgesetzt. Sie verglich den Kauf von CDs mit gestohlenen Bankdaten jetzt mit „organisierter Kriminalität“. Bei allem Verständnis für die Schweizer Befindlichkeiten: Kriminell sind da wohl eher die Steuerhinterzieher und zuweilen auch die Methoden der Banken, die ihnen helfen. Und keiner stoppt sie effektiv, wenn Politiker beider Länder sich lieber beschimpfen als sich endlich auf ein vernünftiges Steuerabkommen zu einigen.

Verschwenderischer Größenwahn

Das ist der Fluch der billigen Tickets: Dem Kleinflughafen Hahn im Hunsrück geht langsam das Geld aus. Verdient hat er ohnehin noch nie welches. Ein Wunder ist das nicht. Wurden doch mit staatlichen Subventionen Billigflieger angelockt, die dann auf Kosten des Steuerzahlers Millionen verdient haben. Und die naiven Provinzpolitiker wundern sich. Dabei hat der verschwenderische Größenwahn in Rheinland-Pfalz doch System, wie auch das Desaster am Nürburgring zeigt. Dass Landesvater Kurt Beck trotzdem noch beim Volk beliebt ist, kann man nur noch mit Kopfschütteln quittieren.

Auf der Suche nach der Zukunft

Es ist ein schöner Prestige-Erfolg: Mit dem Volkswagen Eco Up steht erstmals ein Erdgasauto und nach neun Jahren wieder ein deutsches Modell an der Spitze der Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland. Doch die neun Plätze dahinter teilen sich japanische Autos von Toyota, Nissan und Honda, die alle auf die zukunftsträchtigere Elektro- und Hybridtechnik setzen. Das unterstreicht nur erneut, dass die deutsche Autoindustrie den Anschluss an die Zukunft der Mobilität immer noch nicht gefunden hat.

Was fehlt? Wäre Prinz Harry ein normaler B-Promi, hätte er alles richtig gemacht. Nachdem es in letzter Zeit still um ihn geworden war, machte er jetzt mit Nacktfotos wieder Schlagzeilen. Doch da er die Nummer drei in der britischen Thronfolge ist, wird die Queen "not amused" sein. Ob sie noch fürchten muss, dass er demnächst seine "Kronjuwelen" auch im Dschungelcamp zeigt?

Ich wünsche Ihnen einen ganz entspannten Feierabend,

Florian Kolf

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Anm. d. Redaktion: Ein Tippfehler im Namen von Herrn Samaras haben wir nachträglich korrigiert. Danke für die Hinweise an unsere Leser!

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12 Kommentare zu "Was vom Tage bleibt: Gebt Athen etwas Luft zum Atmen"

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  • Also der Herr Korf heißt Herr Kolf und Herr Samaranch heißt Herr Samaras, Namensschluderei und Tippfehler wohin man sieht, Nachlässigkeiten, Ungenauigkeiten, Schlamperei, Tricksen, Täuschen, Tarnen, Naivität, Dummheiten, Verharmlosen und bewußtes Dummmachen der Klientel, die man ausnehmen will, Gaunereien, Betrügereien, Gesundbeten, Ignoranz und bewußtes Ignorieren von Offensichtlichem, rosarote Brillen und Brillenschlangen, die zubeißen.
    Trotzdem Herrn Korf, der Herr Kolf heißt, wie auch allen anderen einen wunderschönen Abend.

  • Dieses Arschloch ist mit "Barmherziger" und vielen anderen Nicks identisch, unter denen er vorzügliche Beleidigungen gegen andere Foristen abbläht, die seiner ordinären Diktion und Logik meilenweit überlegen sind! Machen Sie sich also nichts aus seinen geistigen Blähungen, der Mann desavouiert sich mit jeder seiner primitiven Zeilen!

  • .........machen Sie zur Erheiterung der Leser weiter Herr Edelzwicker.
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    Sie sollten sich Plagiatus nennen, denn diesen Spruch habe ich Ihnen vor einigen Tagen angedeihen lassen. Und im Übrigen denke ich noch immer, dass Neid die wahrscheinlich ehrlichste Form der Anerkennung ist. In diesem Sinne bedanke ich mich für Ihre Anerkennung!

  • Hilft nichts, Herr Korf. Wenn Frau Merkel jetzt auf die Zeitschindungs- und Pressungsversuche der Herren Juncker, Hollande,Samaras hereinfällt, wird ihr jede Widerstandskraft fehlen auf garantiert folgende Zumutungen mit einer Ablehnung zu reagieren. Die Grenze ist errreicht und sie ist genau jetzt erreicht.
    Man kann freilich mit enigem Recht behaupten, sie war schon wesentlich früher erreicht, ohne dass man die politische Kraft gefunden hatte, Griechenland in die notwendige Insolvenz gehen zu lassen.
    Wäre die Insolvenz vor zwei Jahren erfolgt, wäre Griechenland schon wieder mit einer eigenen Währung auf dem Weg der Besserung.

  • Du Lümmel!!
    Was hat dich denn gebíssen

  • BerlinerBuerger

    Als Berliner Bürger (wenn es denn stimmt) profitieren Sie ja im besinderen Masse von den Entscheidungen des "Packs" Milliarden in die Stadt zu pumpen. Schliesslich sollen sich Schwule, Lesben, Drogenabhängige, Hartzer, Berber und anderes Gesockse - zu denen Sie ebenfalls zu zählen sind - auch wohlfühlen. Aber als geborener Klugscheisser sollten Sie nicht nur pöbeln sondern Ihren Restmut in beide Hände nehmen und bei der Kanzlerin vorsprechen es besser machen zu wollen. Ach, ich vergaß, große Schnauze haben BerlinerBürger bevorzugt anonym; in der Realität sind sie/Sie kleine Schreibtischmuffel, die darauf warten dass ihr Vorsteher ihnen auf einem Blatt aufmalen was sie am Tag machen sollen. Und Abends ziehen sie sich dann bei einer Flasche Billigbier einen Porno rein und beschliessen den Tag mit ......

  • Dieser Artikel bestätigt mal wieder die Vermutung der meisten europäischen Nachbarn von respektlosen, unverschämten und beleidigenden Kommentaren zu Griechenland, den südeuropäischen Staaten in den letzen 2 Jahren. Mag sein, das GR Fehler gemacht hat und Schulden hat. Aber eine Betteltour??! Ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn die Hellenen die Schulden, die es der BRD anscheinend schuldet eigenmächtig annuliert, und dadurch die nötigen Gelder für eine wiedereimkehrende Liqidität in den nächsten 2 Jahren bekommt. Dann müsste man ja nicht mehr "betteln". Verdient hätte es diese deutsche Regierung, anmaßende Wirtschaftseliten in D und hasserfüllte und volksverhetzende Medien in diesem Land mit der Hauptstadt Berlin allemal. Wenn Sie sich jetzt noch "Neues Großreich Germania" nennt, dann wäre das wenigstens konsequent. Eine Schande für die Deutschen, leider. Sie haben das Mindestmaß an Respekt gegenüber anderen Völkern schon wieder verlernt. Trotz Wiederaufbau Deutschlands, Wiedervereinigung und ökonomische Prosperität als 4. reichstes Land der Welt. Das ist also der Dank. Ja, wir haben die Deutschen ja sowas von unterdrückt, ja na klar. Deswegen auch die anmaßenden Beleidigungen der Medien hierzulande. Aber was haben die Griechen den Deutschen eig. getan, frag ich mich?? Haben die Griechen Deutschland 2 mal versucht militärisch zu zerstören, oder ... ja ich glaube Deutschland war das noch, nicht. ?? Einfach erbärmlich!

  • +++ Beitrag von der Redaktion entfernt +++

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  • Selbstverständlich sind wir, die wir zuallerst das Geld lieben, uns alle einig, daß die Schweiz durch ihre fleißigen Käsehersteller und Jodelentertainer so reich und
    zufrieden geworden ist.
    Das Wort eines Griechen ernst zu nehmen ist. Die teure Luft
    zu atmen die Entscheider nichts kostet.
    Und überhaupt, die Hochwohlgeborenen dieser Welt nicht von dieser Welt sind. Wir armen Leistungserbringer sollten froh sein, etwas von den güldenen Löffelchen zu erfahren,
    mit denen wir dieses Pack ausstatten dürfen.

  • Herr Korf, der griechische Ministerpräsident heißt Samaras und hat mit dem 2010 verstorbenen ehemaligen IOC-Präsidenten Samaranch nichts zu tun. Soviel bezüglich Sorgfalt.

    Wie Sie selbst wissen, hat Griechenland ein Primädefizit und bekommt kein Geld für annehmbare Zinsen auf den Kapitalmärkten. Deswegen ist es glatter Hohn, "mehr Zeit" zu fordern und gleichzeitig zu behaupten "Wir fordern kein zusätzliches Geld". Selbstverständlich kostet jedes "mehr Zeit geben" die europäischen Steuerzahler Geld. Für dieses Geld soll Samaras "beim Wort genommen werden". Wie naiv kann ein Mensch eigentlich sein, Herr Korf? Kommt Ihnen das "beim Wort nehmen" nicht von Papandreou bekannt vor? Wie oft möchten Sie sich noch veräppeln lassen?

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