Was vom Tage bleibt
Gebt Athen etwas Luft zum Atmen

Griechenlands Regierungschef zeigt unerwartete Einsicht, deutsche und Schweizer Politiker fördern die Steuerhinterziehung und ein nackter Prinz Harry zeigt seine Kronjuwelen. Der Tagesrückblick
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Wunderschönen guten Abend,

Not fördert die Einsicht

So vernünftige Worte hätte man dem Hitzkopf und Scharfmacher Antonis Samaras gar nicht zugetraut, aber wahrscheinlich fördert die Not die Einsicht. "Wir fordern kein zusätzliches Geld. Wir stehen zu unseren Verpflichtungen und zur Erfüllung aller Vorgaben. Alles was wir brauchen, ist etwas Luft zum Atmen", sagte der griechische Regierungschef der Bild-Zeitung. Klar will er Schönwetter machen vor seiner Betteltour durch Europa. Aber Angela Merkel und ihre Amtskollegen aus den anderen Geberländern sollten ihn beim Wort nehmen - und ihm im Gegenzug etwas mehr Zeit geben. Davon dürften letztlich alle profitieren.

Beihilfe zur Steuerhinterziehung

Seit der damalige Finanzminister Peer Steinbrück die Schweiz mit Indianern verglichen hat, denen man mit der Kavallerie drohen müsse, ist der deutsch-schweizerische Steuerstreit begleitet von starken Worten. Nun hat ausgerechnet die sonst eher zurückhaltende schweizerische Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf noch einen draufgesetzt. Sie verglich den Kauf von CDs mit gestohlenen Bankdaten jetzt mit „organisierter Kriminalität“. Bei allem Verständnis für die Schweizer Befindlichkeiten: Kriminell sind da wohl eher die Steuerhinterzieher und zuweilen auch die Methoden der Banken, die ihnen helfen. Und keiner stoppt sie effektiv, wenn Politiker beider Länder sich lieber beschimpfen als sich endlich auf ein vernünftiges Steuerabkommen zu einigen.

Verschwenderischer Größenwahn

Das ist der Fluch der billigen Tickets: Dem Kleinflughafen Hahn im Hunsrück geht langsam das Geld aus. Verdient hat er ohnehin noch nie welches. Ein Wunder ist das nicht. Wurden doch mit staatlichen Subventionen Billigflieger angelockt, die dann auf Kosten des Steuerzahlers Millionen verdient haben. Und die naiven Provinzpolitiker wundern sich. Dabei hat der verschwenderische Größenwahn in Rheinland-Pfalz doch System, wie auch das Desaster am Nürburgring zeigt. Dass Landesvater Kurt Beck trotzdem noch beim Volk beliebt ist, kann man nur noch mit Kopfschütteln quittieren.

Auf der Suche nach der Zukunft

Es ist ein schöner Prestige-Erfolg: Mit dem Volkswagen Eco Up steht erstmals ein Erdgasauto und nach neun Jahren wieder ein deutsches Modell an der Spitze der Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland. Doch die neun Plätze dahinter teilen sich japanische Autos von Toyota, Nissan und Honda, die alle auf die zukunftsträchtigere Elektro- und Hybridtechnik setzen. Das unterstreicht nur erneut, dass die deutsche Autoindustrie den Anschluss an die Zukunft der Mobilität immer noch nicht gefunden hat.

Was fehlt? Wäre Prinz Harry ein normaler B-Promi, hätte er alles richtig gemacht. Nachdem es in letzter Zeit still um ihn geworden war, machte er jetzt mit Nacktfotos wieder Schlagzeilen. Doch da er die Nummer drei in der britischen Thronfolge ist, wird die Queen "not amused" sein. Ob sie noch fürchten muss, dass er demnächst seine "Kronjuwelen" auch im Dschungelcamp zeigt?

Ich wünsche Ihnen einen ganz entspannten Feierabend,

Florian Kolf

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Anm. d. Redaktion: Ein Tippfehler im Namen von Herrn Samaras haben wir nachträglich korrigiert. Danke für die Hinweise an unsere Leser!

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Gebt Athen etwas Luft zum Atmen"

Alle Kommentare

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  • Also der Herr Korf heißt Herr Kolf und Herr Samaranch heißt Herr Samaras, Namensschluderei und Tippfehler wohin man sieht, Nachlässigkeiten, Ungenauigkeiten, Schlamperei, Tricksen, Täuschen, Tarnen, Naivität, Dummheiten, Verharmlosen und bewußtes Dummmachen der Klientel, die man ausnehmen will, Gaunereien, Betrügereien, Gesundbeten, Ignoranz und bewußtes Ignorieren von Offensichtlichem, rosarote Brillen und Brillenschlangen, die zubeißen.
    Trotzdem Herrn Korf, der Herr Kolf heißt, wie auch allen anderen einen wunderschönen Abend.

  • Dieses Arschloch ist mit "Barmherziger" und vielen anderen Nicks identisch, unter denen er vorzügliche Beleidigungen gegen andere Foristen abbläht, die seiner ordinären Diktion und Logik meilenweit überlegen sind! Machen Sie sich also nichts aus seinen geistigen Blähungen, der Mann desavouiert sich mit jeder seiner primitiven Zeilen!

  • .........machen Sie zur Erheiterung der Leser weiter Herr Edelzwicker.
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    Sie sollten sich Plagiatus nennen, denn diesen Spruch habe ich Ihnen vor einigen Tagen angedeihen lassen. Und im Übrigen denke ich noch immer, dass Neid die wahrscheinlich ehrlichste Form der Anerkennung ist. In diesem Sinne bedanke ich mich für Ihre Anerkennung!

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