Was vom Tage bleibt

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Was vom Tage bleibt: Hey Joe!

Joe Biden ist da - aber keiner merkt es. In Ankara brennt die US-Botschaft. Die Deutsch-Banker sind vieles, aber nicht bescheiden. Maschmeyer avanciert zum Vorbild. Und: Das Doppelkinn verschwindet. Der Tagesbericht.

Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.
Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

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Blumen für Biden

Joe Biden ist da. Joe wer? Der Besuch des zweithöchsten Vertreters der USA lässt uns merkwürdig kalt. Der US-Vizepräsident konferiert mit der Kanzlerin, er reist zur Münchner Sicherheitskonferenz - aber wir in Deutschland reden lieber über Brüderles Himmelreich. Die USA, das gelobte Land - es hat für uns an Strahlkraft eingebüßt. Man muss sich nicht anhimmeln, um sich zu verstehen. Hin und wieder ein Blumenstrauß für den Partner stärkt aber die Beziehung. Also, lieber Herr Biden, ein Freihandelsabkommen zwischen uns beiden - das wäre doch was?

Attentat in Ankara

Was uns eint, ist zum Beispiel das Entsetzen über Bilder wie die, die heute aus Ankara kamen. Bei einem Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft hat sich dort der Attentäter in die Luft gesprengt und weitere Menschen getötet und verletzt. Die USA zahlen einen hohen Preis dafür, dass sie den Weltpolizisten spielen. Niemand hat sie darum gebeten. Stimmt. Aber ohne Polizei wäre zwar vieles anders, aber garantiert nichts besser.

Kleiner Gewinn, großer Bonus

Die Bilanz der Deutschen Bank - sie birgt noch Zündstoff: 665 Millionen Euro Gewinn ist ein historisch mageres Ergebnis. Drei Milliarden an Boni-Zahlungen sind dagegen eine ordentliche Ausschüttung. Setzen wir das eine mit dem anderen ins Verhältnis, zahlt die Bank eine Bonusquote, die fast auf einem historischem Hoch liegt. Den Kulturwandel, liebe Deutsche Bank, hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt.

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Die Maschmeyer-Steuer

Carsten Maschmeyer, erfolgreicher deutscher Selfmade-Millionär, prominenter Ehemann und begnadeter Verkäufer von Versicherungen sowie Dienstleistungen aller Art hat im Handelsblatt eine "Sondersteuer auf Luxusgüter" gefordert, denn "das wäre eine faire Umverteilung und träfe die Richtigen". In der Politik hat er dafür heute bei links und grün Beifall bekommen. Bei uns hier in der Redaktion herrscht Erleichterung darüber, dass wir zwar gut aber nicht Luxus sind. Paid Content hin, Abonnement-Preise her - Sie liebe Leser werden sich deswegen auch nach einer Verwirklichung der Maschmeyer-Ideen unsere Angebote weiter leisten können.

Nieder mit dem Doppelkinn

Bayer bekämpft das Doppelkinn: Der Pharmakonzern hat Fortschritte bei der Entwicklung einer Arznei gegen unschöne Fettablagerungen unter dem Kinn erzielt. Eine besondere Spritze hilft, wie weitgediehene Tests zeigen. Das Unternehmen traut dem Medikament einen Jahresumsatz von bis zu 250 Millionen Euro zu. Liebe Rechner in der Firmenzentrale von Leverkusen: Allein wenn ich mich hier umschaue und auch mal einen Spiegel streife: Ich glaube diese Schätzung ist zu konservativ.

Ein fettablagerungsfreies Wochenende wünscht Ihnen

Oliver Stock

  • 01.02.2013, 20:59 UhrFatFinger

    Was C. M. fordert, ist vollkommen irrelevant, Herr Stock!
    Außerdem ist er kein "begnadeter Verkäufer" wie Sie meinen, sondern ein ausgewiesener Anlagebetrüger. Oder ist das für Sie überhaupt kein Widerspruch?
    Wenn Sie sich mal die Kommentare auf der entsprechenden Seite zum Interview durchlesen, dürften Sie merken, wieviel Verbitterung das HB unter seinen Lesern ausgelöst hat, dieser Person ein weiteres Mal ein Forum gegeben zu haben.
    Aber bei Ihnen kann man ja schon froh sein, wenn Sie nicht wieder mal zum Verkauf des Bundes-Goldes aufrufen.

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