Was vom Tage bleibt
Keine Tränen für Praktiker

Die Baumarktkette hat ihre Marke und ihre Kunden vernachlässigt. Wer sucht noch einen Kita-Platz? Börsenneuling Annigton hat Glück im Unglück. Fahnder klopfen bei der Telekom. Die Tageskommentare.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Praktiker ohne Fans

Bei Praktiker waren Theoretiker am Werk. Ihre Theorie, dass es auch unter den Baumärkten einen Aldi geben kann, hat sich nicht bewahrheitet. Nun ist das Geld alle, und Praktiker geht in die Insolvenz. Baumärkte sind ein bisschen wie Tankstellen: Wo wir unsere Schrauben oder unser Benzin kaufen, ist uns herzlich egal. Unsere Treue zu diesen Händlern lässt im gleichen Maße zu wünschen übrig, wie deren Service an uns. Es sind Marken, die einfach verschwinden, ohne dass ein Kunde eine Träne vergießt. Wer überleben will, braucht Fans, die ihn tragen, wenn es mal nicht so läuft. Wer es nicht glaubt, kann beim FC St. Pauli nachfragen.

 

Ist die Kita-Mission erfüllt? Schreiben Sie uns.

Kristina Schröder strahlt. Die Familienministerin verkündete heute: Mission erfüllt. Es gibt genug Kita-Plätze. Irgendwelche Zweifel? Die Opposition hat sie und spricht von einem Wahlkampfmanöver. Wir machen einfach mal den Praktiker-Test: Wenn Sie gerade einen Platz suchen und keinen finden, schreiben Sie mir unter stock@handelsblatt.com. Im Betreff: Kita. Und dann sehen wir, ob Frau Schröder Recht hat.

 

Glück im Unglück

Am Ende zählt, was hinten rauskommt. Beim Börsengang des Wohnungsbaukonzers Deutsche Annigton ware es heute 575 Millionen Euro. Damit kam etwa nur die Hälfte von dem am Ende heraus, was vorne erwartet worden war. Aber war es das Ende? Nein, die Börsenstory geht heute erst los. Wir dürfen auf Überraschungen hoffen. Die erste gab es heute schon. Nach dem verpatzten Börsengang kann die Aktie heute nur eine Richtung: nach oben.

 

Ermittlungen gegen die Telekom

Bei der Telekom haben heute die Ermittler angeklopft und Büros durchsucht. Ihr Verdacht: Die Telekom kassiert zu viel Geld, wenn Anbieter von Diensten im Internet ihre Kabel nutzen wollen. Den Verdacht hegt die EU, die die europaweiten Ermittlungen ausgelöst hat. In Brüssel läuft vieles unrund, aber klar ist: Ohne die EU wäre nicht die Forderung meine Vermieters monatlich die höchste Rechnung, sondern die Zahlungsaufforderung der Telekom.

 

Friedrich will es wissen

Bundesinnenminister Friedrich lässt sich gerade in den USA beruhigen, was die Ausspähaktionen der NSA betrifft. Die SPD traut dem Minister nicht zu, dass er dabei den harten Hund gibt. Vielleicht liegt Friedrich mit seiner verbindlichen Art aber besser als die Opposition, die den Unbeugsamen spielt. Zwei Wochen nach den ersten Enthüllungen erschüttert uns die Datenaffäre nicht mehr in unserer Grundfesten. Unsere Daten sind wie unser Hemd: Es kann jeder sehen und manchmal sind eben ein paar kleine Flecken drauf.

 

Eine ganz privaten Abend wünscht Ihnen

Oliver Stock

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Keine Tränen für Praktiker"

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  • ....oh, Olli was here und hat wieder einen Schmarri-Kommentar abgelassen.

    Die Ausführungen über die Segnungen der EU wird außer Olli kaum
    jemand verstehen.

    Wie wärs mal wieder mit einem coolen englischen Spruch, Olli?!

    But with this Quatsch you did not make my day today...

  • Praktiker hat mit ihren Werbespruch:Hier spricht der Preis.
    viele Ausländische Bürger und auch ältere Deutsche ziemlich verärgert.

    Man sah diese Gruppe, wie sie versucht hat mit Preisen zu sprechen und sie bekamen keine Antwort. So geht man nicht mit Kunden um.

  • Die NSA hat die Macht, JEDE öffentliche Person soweit zu infiltrieren, um sie mit der Veröffentlichung dieser Informationen aus dem Amt zu fegen.

    Viele dieser Betroffenen wären wohl sehr geneigt, sich gemäß NSA-Interessen zu Arrangieren, um solchen Rausschmiss-Trubel zu vermeiden...

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