Was vom Tage bleibt: Neue Abwrackprämie völlig uncool

Was vom Tage bleibt
Neue Abwrackprämie völlig uncool

Ein Diktator lässt die Welt hilflos auf ihn blicken. Fast so hilflos ist der zyprische Finanzminister, der eine Bank abwickeln muss. Ein anderes Geldinstitut sorgt sich um die Boni und Kühlschrankprämien sind uncool.
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Guten Abend,

Kim Jong Un macht dicht

Kein Durchkommen gab es heute für südkoreanische Pendler auf dem Weg zur Arbeit in die Sonderwirtschaftszone Kaesong. Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hatte das Gebiet abriegeln lassen – obwohl es dem armen Land wichtige Deviseneinnahmen einbringt. Die Verschärfung des Korea-Konflikts bereitet Kopfschmerzen. Für Diplomaten gibt es kein Durchdringen. Sie halten die Politik der Eskalation für einen Schritt des jungen Diktators, um aus dem Schatten seines Vaters und Vorgängers zu treten. Man kann nur hoffen, dass der spätpubertäre Schub ein Ende hat.

Ein Amt voller Schrecken

Charis Georgiades teilt nicht die große Last einem Über-Vorgänger nachzufolgen. Der neue zyprische Finanzminister hat heute sein Amt angetreten, nachdem Vorgänger Michalis Sarris den Posten geräumt hatte. Denn als Ex-Chef der Laiki Bank wollte Sarris nicht die beschlossene Abwicklung des Instituts überwachen. Georgiades hat jetzt vor allem Schreckensnachrichten zu überbringen. Von selbständigem Denken kann er sich verabschieden – er wird eine Marionette von EU und IWF werden.

Den Bezug zur Realität verloren

Es ist en vogue, dass Banken eigene Studien zur Ausgestaltung der Bonussysteme ihrer Mitarbeiter in Auftrag geben. Die Deutsche Bank hat es gemacht, jetzt hat die britische Barclays Bank einen entsprechenden Bericht vorgelegt. „Es ist bedrückend, wenn man bestimmte Teile des Reports liest“, sagte Barclays-Verwaltungsratschef David Walker. Da könnte man noch einige Berichte einfügen. Zum Beispiel einen über die Belastungen aus staatlichen Banken-Rettungsaktionen.

Völlig uncool

Eine Abwrackprämie auf Kühlschränke? Das hat unter anderem der Chef des Kühlschrankproduzenten Bosch Siemens gefordert. Sein Argument: Dadurch könnte der Stromverbrauch und damit der CO2-Ausstoß von Haushalten deutlich reduziert werden. Der Branche liegt immer noch quer im Magen, dass während der Rezession 2009 die Anschaffung neuer Autos von der Regierung gefördert wurde. Doch die Regierung sagt: „kein Interesse“. Die Idee ist einfach nicht cool genug.

Einen schönen Abend wünscht Ihnen

Martin Dowideit

Der Autor auf Twitter: @MDowideit

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Neue Abwrackprämie völlig uncool"

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  • Ich wüsste gerne warum man es als Handelsblatt-Schreiber nötig hat, einen hochgebildeten Menschen so lapidar als kindlich abzutun. Er mag ja psychologische Probleme haben, aber hat mal jemand darüber nachgedacht, dass er vielleicht weiss was er tut?
    Ich habe nicht die geringste Ahnung welche Verbindungen sich Un in seiner Zeit auf den Universitäten aufgebaut hat, also könnte man vielleicht mal fragen, wem dieses Getöse hilft? Vielleicht sogar ihm selbst?

    Wenn es sich später herrausstellt, dass er schlicht Spinnt, dann ist es immer noch früh genug mit Pausenhofgeblöke um sich zu werfen.
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    Zur neuen Abwrackprämie wüsste ich doch gern einmal, welche Autos bei der Letzten gekauft wurden. Überdurchschnittlich deutsch...?

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