Was vom Tage bleibt
Nur eine kurze Pause

Der Dax erlebt einen rabenschwarzen Tag, genauso wie wieder einmal der ADAC. Die Fluglotsen lassen die Passagiere zappeln und in der Ukraine wird die Unsicherheit von Tag zu Tag größer. Der Tagesrückblick.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Aufwärts

Haben wir alle zu früh von der 10.000er-Marke beim Dax geträumt? Vor genau einer Woche herrschte noch ziemlich große Euphorie, Deutschlands wichtigster Aktienindex hatte sich ziemlich nahe an die magische Grenze herangearbeitet. Doch jetzt setzt sich wieder Nüchternheit durch: Binnen einer Woche hat der Dax an die 400 Punkte verloren, besonders schmerzlich sind die Einbußen vom heutigen Freitag mit 240 Zählern und fast 2,5 Prozent. Aber trotzdem herrscht kein Grund zur Sorge. Die zurückliegende schlechte Woche dient der Beruhigung, der Trend nach oben wird sich trotzdem bald wieder durchsetzen. Die 10.000 sind immer noch ziemlich nahe, es dauert wahrscheinlich nur etwas länger.

Der nächste Lapsus

Eingeschriebene ADAC-Mitglieder sollten nun wirklich langsam ins Grübeln kommen. Ein Skandal nach dem anderen wird bei Deutschlands größtem Autoklub bekannt. Erst werden die Daten bei einer Leserwahl manipuliert. Jetzt kommt heraus, dass die ADAC-Führung Dienstreisen mit dem Rettungshubschrauber unternommen hat. Die undurchsichtigen Strukturen des Klubs – halb Verein und halb Unternehmen – fördern geradezu solchen Wildwuchs. Die ADAC-Oberen versprechen zwar Besserung, aber ändern wird sich wahrscheinlich doch nichts. Meine Empfehlung: Austreten, den Schutzbrief gibt es auch bei jedem stinknormalen Versicherer.

Abflug

Sie streiken, sie streiken nicht, sie streiken ein bisschen. Europas Fluglotsen lassen die Airlines und die Passagiere ziemlich lange zappeln. Heute hat es nun die Absage für den in der kommenden Woche geplanten großen Streik gegeben. Wer kann die Losten noch ernst nehmen? Offenbar wissen sie selbst nicht so recht, was sie überhaupt noch wollen. Angeblich stemmen sich die Lotsen gegen die von der EU-Kommission geplante Reform der europäischen Flugsicherung. Mehr zentrale Entscheidungen und weniger nationale Eigenheiten würden der Luftfahrt in Europa nur helfen und die ganze Sache sogar billiger machen. Deshalb sollte die EU-Kommission unbedingt an ihren Reformplänen festhalten. Ob die Lotsen nun streiken oder nicht.

Für Europa

Mit großer Ungewissheit gehen die Ukrainern auch in das anstehende Wochenende. Können sich Regierung und Opposition doch noch zu einem Kompromiss zusammenraufen oder kommt die große Eskalation? Hinter den Kulissen wird eifrig um eine Lösung gerungen, auch westliche Diplomaten versuchen mäßigend auf beide Seiten einzuwirken. Einen blutigen Ausgang dieses Konflikts darf es nicht geben. Die Ukraine ist ein zentraler Bestandteil Europas. Es wäre eine Schande, wenn unserem Kontinent – wieder einmal – keine friedliche Lösung gelänge.

Alles down

Zum Wochenschluss noch etwas in eigener Sache: Heute Morgen ist beim Handelsblatt etwas passiert, wovor sich jedes Online-Medium fürchtet. Für etwa drei Stunden war unseren Servern jedes Leben ausgehaucht worden, es ging gar nicht mehr. Wir Redakteure saßen im Newsroom und konnten nicht arbeiten. Natürlich bitten wir erst einmal alle Leser um Entschuldigung für diese Panne. Zum Glück gibt es solch einen Ausfall nur extrem selten. Ganz verhindern lassen sich solche Ausfälle aber wohl nie – auch in der einer Online-Redaktion ist es ganz wie im richtigen Leben.

Ein völlig störungsfreies Wochenende wünscht Ihnen

Stefan Menzel

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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