Was vom Tage bleibt
Putin kocht

Die Sanktionsspirale zwischen dem Westen und Russland dreht sich weiter. Ein Milliardär interessiert sich für die IBAN DE78 7005 0000 0003 0249 19 und eine Bank schließt Filialen wegen Leuten wie mir.
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Vorteil Schalke

Wladimir Putin reagiert auf die EU-Sanktionen und verbietet die Einfuhr bestimmter Lebensmittel nach Russland. Die Liste ist noch nicht vollständig, aber ich gehe eine Wette ein. Schweinefleisch wird nicht auf die Sanktionsliste kommen. Denn das liefert Putins guter Bekannter Clemens Tönnies, Fleischproduzent und Präsident von Schalke 04, in großem Stil ins Land. Und Schalke-Sponsor ist der russische Staatskonzern Gazprom.


Bittere Formel

Im dritten Teil seiner Serie über die Schufa – jenes Unternehmen, das vorgibt zu wissen, wie gut und gerne Sie Ihre Schulden begleichen – beleuchtet mein Kollege Jens Hagen die Coca-Cola-Formel des Unternehmens. Die Details sind nicht bekannt. Was man über die Schufa-Zutaten sagen kann: Sie sind keinesfalls zuckersüß, aber in jedem Fall ziemlich klebrig.


Der alte Mann und nichts mehr

Den ganz großen Coup hatte sich Medienmogul Rupert Murdoch zurechtgelegt: Sein Medienkonzern 21st Century Fox sollte den Konkurrenten Time Warner für satte 80 Milliarden Dollar kaufen. Doch jetzt machte der 83-Jährige einen Rückzieher. Stattdessen gibt er den eigenen Aktionären Zucker und kauft Aktien des Unternehmens zurück. Das alles kann man unter „Narrenfreiheit der Alten“ verbuchen.

Das große Filialsterben

Nein, nicht Schuhläden schließen in deutschen Städten in Massen wegen der Konkurrenz aus dem Internet. Es sind Banken: Die Hypo-Vereinsbank (HVB) wird 240 von 580 Standorten schließen oder durch Selbstbedienungsautomaten ersetzen. „Es lässt sich nicht leugnen, dass wir in schwierigen Zeiten leben in dieser Branche“, sagte HVB-Finanzchef Peter Hofbauer. Für die betroffenen Mitarbeiter ist es hart. Als Bankkunde muss ich sagen: Meine Bankgeschäfte der vergangenen 16 Jahre habe ich ohne Gang in eine Filiale erledigt.


IBAN: DE78 7005 0000 0003 0249 19

Wie überweist man 100 Millionen Dollar? Formel-1-Boss Bernie Ecclestone muss sich jetzt damit beschäftigen. Denn diese Summe muss er zum Großteil an die bayerische Staatskasse, zu einem kleinen Teil an ein Kinderhospiz überweisen. Bei der Hilfseinrichtung hat sich schon eine Schweizer Bank nach den Zahlungsmodalitäten erkundigt. Für den großen Brocken der Summe steht fest: Das Geld muss bei der Justizkasse ausgerechnet auf ein Konto der Bayerischen Landesbank überwiesen werden. Genau an das Institut also, mit dessen Vorstand Ecclestone die umstrittenen Geschäfte abgeschlossen hatte, um die sich der juristische Streit drehte.

Ein schönen Abend wünscht,

Martin Dowideit

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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