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Was vom Tage bleibt: Ungewohnte Perspektiven

Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben heute ihre Grenzen erfahren. Dem 27-jährigen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg steht das erst noch bevor.

Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.
Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

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Keine Visionen

 

Die Deutsche Bank hat Bilanz gezogen. Gewinn gestiegen, aber lange nicht so stark wie einmal erhofft. Das letzte Quartal im Investmentbanking war sogar nur durch eine Steuergutschrift in den schwarzen Zahlen zu halten. Weil die Ergebnisse auch die letzten waren, die Josef Ackermann zu verantworten hatte, wurde es eine Bilanz Ackermanns, die die Banker da heute präsentierten. Wie sie ausfällt? Manches gelungen, manches vergeigt. Aber am Ende bleibt die Bank eine Bank und ihr Chef ein Banker. Visionen gibt es in dieser Branche nicht. Zum Staatsmann, den Ackermann in den vergangenen Jahren gerne gegeben hat, hätte er vielleicht das Zeug gehabt, er hatte aber nicht den richtigen Beruf dafür.

 

Keine Hausaufgaben

 

Mitgefangen, mitgehangen. Die Bundeskanzlerin hat heute erlebt, wie es ist, wenn man als Musterschüler nach China reist, der den Makel hat, aus Europa zu kommen. Auch wenn Deutschland glaubt, in Sachen Schuldenkrise fast alles richtig gemacht zu haben, werden wir von Ferne als Teil des Problems wahrgenommen. „Macht erst Eure Hausaufgaben, bevor es Taschengeld gibt“, rief der Ministerpräsident aus dem Reich der Mittel, wie ein Magazin treffend titelte, seiner Besucherin aus Europa zu. Für Merkel, die sonst solche Ratschläge gerne selbst erteilt, eine ungewohnte Erfahrung.

 

Kein Frieden

 

In Ägypten sind mehr als 70 Tote und Hunderte Verletzte nach einem Fußballspiel zu betrauern, bei dem sich die Fans bekriegt haben. Fußball als spielerische Völkerverständigung - mit diesem Mantra läuft der oberste Fußballlobbyist und Fifa-Präsident Sepp Blatter durch die Welt. Das Blutbad im Stadion von Port Said spricht dieser verklärten Sicht der Dinge Hohn.

 

Kein Selbstläufer

 

Facebook ist Börsenkandidat und hat deswegen zum ersten Mal Einblick in sein finanzielles Innenleben gegeben. Die gute Nachricht: Zuckerbergs Truppe verdient Geld. Eine Milliarde waren es zuletzt, Tendenz stark steigend. Lohnt sich deswegen die Investition in Facebook-Aktien? Wahrscheinlich. Aber Achtung: Facebook ist kein Selbstläufer. Unternehmen gehen immer dann an die Börse, wenn sie sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens wähnen. Und danach geht es nicht unbedingt weiter bergauf.

 

Auf das Ihnen der heutige Abend gelingt

Oliver Stock

  • 02.02.2012, 23:55 UhrAnonymer Benutzer: Kea

    Was Leute wie Ackermann zu verantworten haben, ist nicht im Jahr des Rücktrittes als letzte Verantwortung zu bezeichnen, mein lieber Herr Stock, sondern oft erst Jahrzehnte später spürbar, weshalb solche Berufszweige auch noch Jahrzehnte nach der Tat zu haften haben sollten - und zwar durch weltweite Verfolgung. Stattdessen haben sie sich gesetzlich selbst vor Verfolgung freigesprochen, wie auch die EU-Parlamentarier sich ein Gesetz zurechtgelegt haben, damit sie für ihre Schweinereien selbst nach Amtsaustritt noch nicht haftbar gemacht werden können. Solch ein Gesetz hätte Hitler gut gepasst, wenn es vorher international abgesegnet worden wäre. Genau in diese Richtung bewegt sich dieser dreckige Beamtenapparat mit seinen oft fetten, sabbernden Bürokraten, wenn ich mich einmal diplomatisch ausdrücken darf.

  • 02.02.2012, 23:45 UhrAnonymer Benutzer: der_rest_vom_schuetzenfest

    gibts eigentlich eine Ironietaste auf der MF102 Tastatur?
    Grad suche ich danach: wenigstens ne Sarkasmustaste hätten die Entwickler uns doch spendieren können, die nicht als Sonderzeichen gilt.

  • 02.02.2012, 23:29 UhrAnonymer Benutzer: Moliver

    Auf dasS... aber ok

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